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Die Ostsee - das
Baltische Meer |
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Die
Ostsee, auch Baltisches Meer genannt, ist das
größte Brackwassermeer der Erde (413.000 km²) und
zugleich das tiefste Binnenmeer Europas. Der
nördlichste Punkt der Ostsee liegt am Bottnischen
Meerbusen nur wenig unter dem Polarkreis. Im Süden
reich sie bis in die Pommersche Bucht vor den Inseln
Usedom und Wollin. Damit handelt es sich verglichen
mit den Ozeanen zwar um ein recht kleines Gewässer, doch wenn man an ihren Ufern steht
und einen Sturm erlebt, dann spürt man auch hier die
unendlichen Gewalten und Kräfte des Meeres .... |
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Die Ostsee ist ein
erdgeschichtlich relativ junges
Meer. Ihre Entstehung
begann
am Ende der letzten Eiszeit, der
Weichseleiszeit, vor etwa 12.000 Jahren. Die Bildung des
heutigen Brackwassermeeres ging dabei in mehrere Etappen
vor sich. Durch Landhebungen und einen Anstieg der Meeresspiegel
durch Abschmelzen der Gletschermassen nach der Weichseleiszeit
entstanden zunächst Konturen die mit den heutigen Küstenlinien
nur wenig zu tun hatten. Während Nordeuropa, das Gebiet der
heutigen Ostsee und auch Teile des heutigen Norddeutschlands vor
12.000 Jahren von riesigen
Gletschermassen bedeckt waren kam es durch einen
Klimaumschwung zu einem Rückzug der Eismassen in Richtung
Skandinavien. Es kam zum Einstrom von Salzwasser in das sich
bildende Meer, es entstand das Yoldiameer. Durch Hebungen im
Skandinavischen Festland wurde jedoch die Verbindung zum
salzhaltigen Ozean unterbrochen und mit der Ancylussee entstand vor etwa 8900
bis 7000 Jahren ein Süßwassersee. In der Zeit vor 7000 bis vor 2500 Jahren
kam es zu einer erneuten Verbindung mit salzhaltigen Gewässern
im Westen, es entstanden die Insellandschaft Dänemarks und ein
großer Teil der heutigen Inseln und Küstenlinien mit Förden,
Bodden und Buchten. |
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Der Salzgehalt der Ostsee schwankt zwischen über 2,5 % im
Skagerrak in der nähe der Nordsee und 0,5 %–0,3 % im nordöstlichen
Teil (Bottnischer und Finnischer Meerbusen). Neben der
unterschiedlichen Entfernung zur salzhaltigeren Nordsee spielt
die Durchmischung mit den in die Ostsee fließenden Flüssen, wie
z.B. der Oder eine erhebliche Rolle.
Die Küste der Ostsee
ist sehr unterschiedlich geprägt. Während die Grundlagen für die
heutigen Küstenformen in der Eiszeit gelegt wurden, gibt es auch
heute noch immer Veränderungen, die die unterschiedlichen
Küstenformen prägen. Neben Kliffküsten (Königstuhl auf Rügen,
Streckelberg auf Usedom) finden sich Ausgleichsküsten mit
Landzungen (Fischland, Peenemünder Haken), Scheeren (Küsten der
zentralen und nördlichen Ostsee, Schweden, Finnland),
Boddenküsten (Vorpommern) und Haffküsten (Stettiner Haff). |
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Die Tier- und
Pflanzenwelt der Ostsee wird entscheidend durch den niedrigen
Salzgehalt des Gewässers, die Temperatur und die relativ geringe
Wassertiefe geprägt. Problematisch für das ökologische
Gleichgewicht in der Ostsee scheint neben der globalen Erwärmung
auch die relativ starke Verschmutzung und der insbesondere in
tieferen Wasserschichten ausgeprägte Sauerstoffmangel zu sein.
So hat der Fisch- und Artenreichtum in der vergangenen
Jahrhunderten erheblich abgenommen. Im Sommer kommt es wegen
sehr hoher Wassertemperaturen zu einem typischen Algenwachstum.
Auf die Badequalität des Wassers hat dieses aber bisher keinen
negativen Einfluss gehabt. Konsequente Schutzmaßnahmen haben in
den vergangene Jahren sogar wieder zu einer leichten Stabilisierung
geführt. Zum Beispiel sind seit einiger Zeit im Greifswalder
Bodden wieder Kegelrobben zu finden und der ausgestorbene Salmonidenfisch "Schnäpel" hat sich durch Neubesatz wieder
verbreitet. |
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www.ostseenetz.de
Die Informationsseite zur
verschiedenen Regionen entlang der
Ostseeküste. |
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