Von Świnoujście
aus kann man mit der kostenlosen Stadtfähre auf die andere Seite der
Swine auf die Insel Wollin fahren. Nun geht der Weg mit dem Fahrrad
entlang des rot markierten europäischen Wanderweges bis nach Ognica
(Werder). Hier biegt der Wanderweg nach links ab um weiter nach
Przytor (Pritter) und Misdroy zu führen. Wir fahren weiter entlang der
Swine nach Süden und kommen schließlich an die einspurige Brücke, die
hinüber nach Karsibor über die alte Swine führt. Karsibor ist durch
den Bau der Kaiserfahrt (1874 -1880) auf einer Insel gelegen, früher
lag es auf dem östlichen Zipfel Usedoms. Die Kaiserfahrt ermöglicht es
großen Schiffen bis nach Stettin zu fahren, die mussten zuvor wegen
der flachen Swine über die Peene bei Wolgast und es galt Zoll an die
Schweden zu zahlen.
Nahe
der heutigen alten Kirche im ehemaligen Pfarrhause soll
übrigens Gustav Adolf zwischen dem 14. und 19. Juli 1639
übernachtet haben. Der Eintritt Schwedens in der
30-jährigen Krieg erfolgte mit der Landung bei Peenemünde.
Caseburg,
Bauern- und Fischerdorf an einem Arm des Swinestroms, die
Heidefahrt und das Ryck genannt, eine Meile südlich von
Swinemünde gelegen. (Gadebusch 1863)
Heute ist das polnische
Karsibor ein kleines Fischer- und Bauerndorf, eingemeindet in die
Stadt Swinmünde. Für die Swinemünder ein beliebte Ausflugsort um Ruhe
und Entspannung zu finden. Es gibt hier einen Zeltplatz und eine
kleine Marina. Von der Dorfstrasse aus führt ein schmaler Weg nach
Norden zum Beobachtungsturm des polnischen ornitologischen Vereins auf
der Kaseburger Hutung.
Wenn man die Dorfstrasse entlang, an der Kirche vorbei immer weiter nach
Südosten fährt, gelangt man in ein riesiges Schilfareal, ein
kleiner Teil nur des schwer zugänglichen Swinedeltas.
Ohrenbetäubend ist das Konzert tausender
Frösche, kaum hört man zwischendurch den Schrei des Kibitz und
den Gesang der vielen hier brütenden Vögel.