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alle
Usedombücher auf einen Blick ... |
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Der Drachen des
Todes,
George Tenner
Verlag:
Schardt
1. Auflage, Juni 2008
-
ISBN-13:
978-3-89841-385-5
-
„In einer kalten
Winternacht des Jahres 2002 wird Lasse Larsson
aus dem Schlaf gerissen und zum Fundort einer
Leiche gerufen. Ein Mann ist aus dem siebten
Stock auf das Pflaster in den Innenhof der
Kurklinik gefallen. An Selbstmord mag der
Kommissar nicht glauben …“
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ist im Klappentext von George
Tenner´s soeben erschienenen zweiten Usedom Krimi
„Der Drachen des Todes“ zu lesen. Am vergangenen
Freitag nun stellte der Autor im Bansiner
Hans-Werner-Richter-Haus den neuen Krimi erstmals
der Öffentlichkeit vor. Knapp zwanzig
Krimibegeisterte waren trotz Fußball-EM der
Einladung nach Bansin gefolgt. So las Tenner in
familiärer Atmosphäre aus seinem neuen Buch. Wer
nicht schon ein Exemplar besaß, der konnte sich am
kleinen Stand der örtlichen Buchhandlung Runne noch
schnell eines kaufen um sich vom Autor ein paar
persönliche Worte in die Erstausgabe schreiben zu
lassen. Nicht schlecht staunten die Zuhörer, als
eine junge Frau in einem T-Shirt mit der Aufschrift
„Lasse Larsson – Kripo Heringsdorf“ den Raum betrat.
Tenner blieb die erklärenden Worte nicht lange
schuldig. Die Berlinerin hatte im Internet eine
Rezension zum ersten Usedom Krimi veröffentlicht und
Tenner konnte sie Dank seines kriminalistischen
Gespürs ausfindig machen. So entstanden eine enge
Zusammenarbeit zwischen beiden und die Fanseite
www.lasse-larsson.de, auf
der nicht nur T-Shirts, Taschen, Tassen und andere
Fanartikel angeboten werden, sondern auch eine Menge
Informationen rund um die Usedom Krimis zu finden
sind. Nach der kurzweiligen Lesung, die Lust auf den
neuen Kriminalfall Larssons machte, beantwortete
Tenner Fragen zu seiner Person und seinen Büchern.
So war dann auch zu erfahren, wie die Bücher
entstehen. Zu Eindrücken seiner Aufenthalte auf der
Insel Usedom und der Idee zum Stoff kommen exakten
Hintergrundinformationen, recherchiert im Internet
und durch Befragung von Experten in den
Polizeistationen Anklam und Heringsdorf, der
Greifswalder Gerichtsmedizin und für einen dritten
Usedom Krimi neuerdings sogar auch im polnischen
Stettin. So entstanden Kriminalromane, die durch
eine geschickte Mischung aus Spannung, gut
recherchierten Fakten, Fiktion und fast
authentischer Beschreibung der Handlungsorte auf
Usedom zu den meist verkauften Büchern auf der Insel
wurden. Tenner, der 1939 bei Dresden geboren wurde,
1964 erfolglos versucht hatte die DDR illegal zu
verlassen, es 1966 mit einem Schlauchboot von
Ahrenshoop aus über die Ostsee doch noch schaffte,
beschäftigte sich intensiv mit der Arbeit der
Geheimdienste in Ost und West, war über Jahrzehnte
als Journalist tätig und fand so den Stoff nicht nur
für seine Usedom Krimis. Der zweite Fall von Lasse
Larsson, der zunächst provinziell mit einem Toten
beginnt, der als notorischer Spieler und
Baudezernent in einen Bestechungsskandal verwickelt
ist, weitet sich schon bald aus, und die Insel
Usedom wird zum Zentrum internationaler
Kriminalität. Wenig ist bekannt über das Vorgehen
chinesischer und vietnamesischer
Verbrecherorganisationen, die in den Fall involviert
zu sein scheinen, und als die Leiche eines Asiaten
von einem Fischer in einer Reuse im Achterwasser
gefunden wird, beginnt für Larsson ein Wettlauf mit
der Zeit … |
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Fazit:
„Der Drachen des Todes“ , Lasse
Larssons zweiter Fall, ein Krimi von George Tenner , den man gelesen haben sollte für
12,80 € |
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Archivbilder
Zinnowitz,
Ute Spohler
SUTTON VERLAG
1. Auflage 2007
ISBN: 978-3-86680-158-5
2009 ist es so weit,
Zinnowitz wird sein 700-jähriges Bestehen feiern.
Ein Geburtstagsgeschenk gab es schon in diesem Jahr.
Im SUTTON VERLAG sind Archivbilder von Zinnowitz
erschienen. Die Autorin Ute Spohler ist den
Zinnowitzern bestens bekannt, denn ihnen und emsigen
eigenen Recherchen hat sie die große Zahl an Bildern
und Ansichtskarten zu verdanken, von denen das 128
Seiten zählende Buch lebt. |
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Einige der
Ansichtskarten wird der geschichtlich Interessierte
kennen. Ein großer Teil der 200 Fotos jedoch war
bisher unveröffentlicht. Die sorgsam ausgewählten
Abbildungen geben zusammen mit den erklärenden
Texten einen „lebendigen Einblick in die Geschichte
des Dorfes und des Ostseebades Zinnowitz“ steht im
Text auf der Rückseite des Buches geschrieben. Nun
das ist zweifelsfrei der Fall, denn die qualitativ
hochwertigen Fotos und die kurzen Texte werden
selbst dem historisch nicht so Interessierten
Geschichte vermitteln. Das wird Einheimische und
Urlauber gleichermaßen erfreuen. Aber das Buch ist
mehr, denn seit fast 100 Jahren ist es die erste
größere zusammenhängende Abhandlung über die
Geschichte des Ostseebades. Es war kein Geringerer
als der Usedomer Heimatforscher Robert Burkhardt,
der 1909 mit seiner „Geschichte von Seebad
Zinnowitz“ erstmals die Entwicklung vom Fischerdorf
zum Seebad aufzeichnete. Wenngleich der Schwerpunkt
der Autorin auf den Archivbildern von Zinnowitz
liegt, so knüpft sie doch direkt an die
Burkhardt´schen Darlegungen an. Zugegeben, es mag
zunächst mehr Zufall als Konzept gewesen sein, denn
vor rund einhundert Jahren eroberte die
fotografische Darstellung unseren Alltag
unaufhaltsam. So ist in dem Buch auch so manche
Ablichtung der zahlreichen Strandfotografen von
Zinnowitz zu sehen. Es gehörte zu einem Urlaub an
der See damals wie heute dazu: flanieren, sehen und
gesehen werden und das Ganze im Bilde festhalten.
Diesem Umstand und der akribischen Sammelarbeit der
Autorin haben wir es zu verdanken, dass zu vielen
der Fotos ein interessantes Detail erzählt wird. Den
Seebrücken- und Strandfotos folgen Bilder der
Pensionen und Hotels an der Strandpromenade. Dank
aufwendiger Sanierung ist vieles noch heute zu
erkennen, anderes ist durch die Baumaßnahmen der
letzten 100 Jahre „verstümmelt“ worden und einiges
ist gänzlich verschwunden. Ähnlich ergeht es einem
beim Blättern im Kapitel das „Seebad und seine
Häuser“. Bei den Gaststätten von Zinnowitz fehlt
natürlich das 1852 gegründete älteste Etablissement
am Orte das „Wigwam“ nicht. Heute befindet sich an
gleicher Stelle das Gebäude der Theater-Akademie.
Einige Stücke des Hotelporzellans, die beim Ausheben
der Baugrube zu Tage gefunden wurden, befinden sich
übrigens im Bestand des Heimatmuseums der
Historischen Gesellschaft Zinnowitz, deren Mitglied
die Autorin des Buches seit sieben Jahren ist.
Besonders sehenswert sind die seltenen Aufnahmen des
Dorfes Zinnowitz. Abseits des Badevergnügens wurde
natürlich seltener fotografiert. Die Kapitel
„Geschäfte“, „Vereine und Organisationen“, „Die
Kirche“ und „Die Schule“ sind für die Zinnowitzer
sicherlich von besonderem Interesse. Auch hier
finden sich zahlreiche sehr seltene Bilder, die
einen lebendigen Eindruck des Lebens im Ostseebad
vermitteln, so Abbildungen vom Kaufhaus Putzenius,
dem heutigen „Zinnowitz Center“, von der
Freiwilligen Feuerwehr Zinnowitz, dem Bau der Kirche
und den verschiedenen Schulgebäuden. Das Buch
schließt mit Fotos von Kinderheimen und der
Kinderlandverschickung, einem Thema, dem sich die
Autorin im Rahmen ihrer Arbeit in der Historischen
Gesellschaft Zinnowitz besonders widmet. So waren in
einigen Zinnowitzer Häusern und Hotels im Rahmen der
Kinderlandverschickung Kinder aus Schulen in
Pinneberg, Garstedt, Bramstedt und von der Insel
Helgoland untergebracht.
Bleibt zu hoffen,
dass Ute Spohler mit ihrem Buch nicht nur unterhält,
sondern Interesse an der Heimatgeschichte weckt,
neugierig macht, Vergessenes neu zu entdecken und
von so manchem Zinnowitzer und Urlauber neue
alte Bilder und Geschichten erhält. Man spürt auf
jeder Seite, dass es keine Floskel ist, wenn sie am
Ende der Einleitung schreibt: „Mir hat es Freude
gemacht, in die jüngste Geschichte von Zinnowitz
einzutauchen.“ – möge es den Leserinnen und Lesern
ähnlich ergehen. |
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Fazit:
Geschichte lebendig
und mit viel Sachkenntnis erzählt für 17.90
€ |
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Peenemünde –
Karlshagen, 1937-1943, die geheime Siedlung der
Wissenschaftler, Techniker und Arbeiter,
Günter Wiechmann
PETER LANG,
Europäischer Verlag der Wissenschaften
1. Auflage 2006
ISBN:3-631-54822-2
Die „Stadt X“ –
Größenwahn der Nationalsozialisten zwischen
Trassenheide und Zinnowitz.
In der Reihe
„Militärhistorische Untersuchungen“ (Herausgeber:
Merith Niehuss) ist im PETER LANG Verlag der Band 7
von Günter Wiechmann unter dem Titel „ Peenemünde –
Karlshagen, 1937-1943, die geheime Siedlung der
Wissenschaftler, Techniker und Arbeiter“ erschienen.
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Die rund 550 Seiten
zählende Abhandlung widmet sich einem bisher wenig
bekannten Teil der ehemaligen Heeresversuchsanstalt
Peenemünde. Wiechmann beginnt seine Ausführungen mit
der Schilderung des Peenemünde - Konfliktes zwischen
„Wiege der Raumfahrt“ und „Schmiede für
Terrorwaffen“ anhand der politischen Verwicklungen
um das Treffen „Ehemaliger“ am 11. September 1991 in
Zinnowitz. In der Einleitung gibt der Autor Auskunft
über Quellen und Literatur, schildert die Methodik
seines Vorgehens, beschreibt die Problematik des
Umgangs mit Zeitzeugen, deren Misstrauen gegenüber
Interviews und weist auf den subjektiven Faktor
eines derartigen Berichtes hin. Im ersten Kapitel
„Die Voraussetzungen“ erläutert Wiechmann, die
Gründe für den Bau der Heeresversuchsanstalt in
Peenemünde und geht ausführlich auf die Familien-
und Siedlungspolitik im Nationalsozialismus ein, um
dann die Organisation und Planung der Standorte
Peenemünde und Karlshagen zu behandeln. Dabei
gelingt es dem Autor nicht immer, die Fülle des
Materials und der Gegebenheiten ausreichend
übersichtlich zu strukturieren. Der Leser erfährt
dennoch eine Menge Einzelheiten (z. T. mit
Zeichnungen und Fotos hinterlegt), die so in
bisherigen Peenemünde-Veröffentlichungen nicht
enthalten sind. Die Beschreibung der gigantischen
technischen Anlagen lässt den Leser ahnen welche
Verlockung für die Ingenieure und Techniker
existierte. Das auch der Bau einer Siedlung mit
größtem Wohnkomfort und durchdachter Infrastruktur
Teil des Bestechungskonzeptes der Militärs und
fester Bestandteil nationalsozialistischer Ideologie
war, wird an vielen Einzelheiten herausgearbeitet.
Dass die Wissenschaftler und Techniker von
Peenemünde jedoch nicht die Opfer waren, sondern
sich ganz bewusst an der Entwicklung todbringender
Waffen beteiligten, kommt sicher aus Sicht der
wahren Opfer zu kurz, ist aber letztlich auch nicht
Thema dieser historischen Analyse. Ein rund
40-seitiger Abschnitt über „Herausragende
Wissenschaftler“ ist sicherlich von allgemeinem
Interesse, wenn es um Peenemünde geht, berührt das
Thema Siedlung aber nur marginal. Letztlich wird
ausführlich auf die Struktur der Siedlung, die
moderne Ausstattung der Häuser z.B. mit
Zentralheizung und die umfangreiche Infrastruktur
eingegangen (Landwirtschaft und Tierzucht zur
Selbstversorgung, Geschäfte, Kantinen, Casinos,
Kindergärten, Kultureinrichtungen, Werkbahn,
Telefonnetz, Energie- und Wärmeversorgung). Auch das
Thema des Einsatzes von Zwangsarbeitern und
KZ-Häftlingen in Peenemünde mit den Entsprechenden
Lagern in Trassenheide und Karlshagen wird anhand
der wenigen vorhandenen Primärquellen abgehandelt.
Im vorletzten Abschnitt des Buches schildert
Wiechmann, wie es nach Aufklärungsflügen im Mai und
Juni 1943 in der Nacht vom 17. zum 18. August 1943
zum Luftangriff von 596 Bombern der Royal Air Force
auf Peenemünde und Karlshagen kam. In dessen Folge
wurde die Siedlung Karlshagen fast vollständig
zerstört und die Produktion der V2 in unterirdische
Anlagen nach Thüringen verlegt, wo sie tausende
KZ-Häftlinge das Leben kostete. Das Ausmaß des
ganzen Größenwahns dieses Regimes wird noch einmal
im 5. Kapitel „Ende und Ausblick“ deutlich. In einem
neuen Werk sollte die so genannte „Amerika-Rakete“
gebaut und in einer Großsiedlung, der „Stadt X“ bei
Trassenheide 20 000 Arbeiter, Wissenschaftler und
Techniker mit ihren Familien untergebracht werden.
Das Projekt des Architekten Albert Speer war ein
gigantisches Vorhaben, das dem unersättlichen
Machtstreben der Nationalsozialisten entsprach. Wäre
es gebaut worden, so Wiechmann auf einer der letzten
Seiten seines Buches, hätte der ehemals beschauliche
Ort Trassenheide ähnliche Probleme wie die Insel
Rügen mit den Ruinen und Resten des geplanten
KDF-Seebades bei Prora. |
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Fazit:
Eine
Peenemünde-Abhandlung, die dem geschichtlich
Interessierten viele Einzelheiten offeriert, leider
aber zu viele Redundanzen enthält und bisweilen
nicht ausreichend strukturiert erscheint für 75,00
€ |
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Usedom, Sabine Becht und Sven Talaron
Michael Müller Verlag GmbH
1. Auflage 2006
ISBN-10: 3-89953-269-4
Noch ein
Reiseführer von Usedom. Als wenn es nicht schon
genug davon gäbe und: was kann da schon Neues und
Besonderes drin stehen, wird der eine oder andere
denken. Wer das im Michael Müller Verlag erschienene
Büchlein von Sabine Becht und Sven Talaron
aufschlägt, der findet im einleitenden Text zu
Deutschlands Sonneninsel die Markenzeichen der Insel
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wie
Badeparadies, 40 km Sandstrand, Bäderarchitektur,
Seebrücken und idyllische Dörfer im Hinterland wie
sie in fast jeder einleitenden Usedombetrachtung
klischeehaft angepriesen werden. Warum auch nicht,
schließlich sind es die Dinge, die das Eiland im
Nordosten der Republik so beliebt machen. Doch
Michael Müller Reiseführer sind bekannt für die
Fülle an detaillierten Informationen für
Individualreisende. So wurde der Verlag auf der
Internationalen Tourismusbörse (ITB) 2006 erneut mit
dem 1. Platz im ITB BuchAward für
Individualreiseführer geehrt. Und so suchen die
Autoren mit der Frage „Was haben Sie entdeckt?“ auf
einer der ersten Seiten auch gleich Kontakt zu den
Lesern und bitten um Anregungen, Empfehlungen und
Kritik. Die Kapitel Geographie, Flora und Fauna,
Natur und Umwelt, Klima und Reisezeit und Geschichte
leiten sachlich in die Materie ein. Den Hinweisen zu
Anreise, Übernachtung sowie Essen und Trinken folgt
das übliche „Wissenswertes von A-Z“ eines
Reiseführers. Richtig interessant wird es ab Seite
53, denn nun folgen die detaillierten und sehr gut
recherchierten Angaben zu den einzelnen Seebädern
und Ortschaften auf der Urlaubsinsel. Dabei gibt es
Geschichtliches, Sehenswertes, Kultur- und
Ausflugstipps und spätestens ab hier auch eine Menge
Einzelheiten über Öffnungszeiten,
Verkehrsverbindungen, Sport- und
Freizeitaktivitäten, Übernachtungsmöglichkeiten
aller Kategorien, Essen und Trinken, Preise,
Telefonnummern, Internetadressen und und und … Die
Informationen sind eine reine Fundgrube für
Individualreisende, die ihren Urlaub planen und
auch sehr gute Grundlage für eine vor Ort
Orientierung. Die Infos werden durch
Übersichtskarten, Farbfotos, Wanderrouten und Kästen
mit besonderen Hinweisen aufgelockert und machen so
richtig Lust auf Usedom. Auch für das nicht so
bekannte Hinterland der Insel überzeugt der
Reiseführer durch genaue Angaben, die äußerst
hilfreich sind. Zum Schluss werden noch kurz die
beiden kleinen Nachbarinseln Oie und Ruden gestreift
und dem Festland mit den Städten Wolgast und Anklam
ein Besuch abgestattet. Ein Abstecher in den
polnischen Teil der Insel Usedom nach Swinemünde und
hinüber zu der polnischen Nachbarinsel Wollin
vervollständigt das nützliche Buch. Wer mehr über
den Reisführer erfahren möchte, der kann sich im
Internet auf
www.michael-mueller-verlag.de
weiter informieren, findet hier das
Inhaltsverzeichnis und zwei Leseproben als pdf-Datei
zum Herunterladen oder Ausdrucken. Interessant
dürfte auch das Angebot sein, das Buch in digitaler
Form für Palm OS oder Pocket PC zu erwerben
(gleicher Preis wie das gedruckte Buch). Es kann
direkt von der Internetseite aus bestellt bzw.
herunter geladen werden. Natürlich kann man in der
digitalen Form bequem nach Stichworten suchen und
gleich im Reiseführer enthaltene Telefonnummern
anrufen, auf den empfohlenen Internetseiten surfen
oder eine E-Mail z.B. für eine Buchungsanfrage
verschicken. Ein Service, der für die unkomplizierte
Reiseorganisation vor Ort hilfreich sein dürfte.
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Fazit:
Ein Usedom Führer mit sehr vielen nützlichen
Einzelheiten für 9.90 € |
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Eine kulinarische Entdeckungsreise von Rügen über
Usedom zum Darss,
Christiane Freuck, Gabriele Walter
und Kurt Ries
Neuer Umschau Buchverlag GmbH
1. Auflage 2006
ISBN-10: 3-86528-349-7
ISBN-13: 978-3-86528-349-8
"Die Region hat Vielfalt zu bieten. Reizvolle
Natur, eine gewachsene Kulturlandschaft und
natürlich Schätze für eine Küche, die von sich reden
macht. Vom Wasser in die Pfanne heißt es hier, wenn
es um frischen Fisch geht.", |
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lesen wir im Vorwort des
kulinarischen Reiseführers von Christiane Freuck,
Gabriele Walter und Kurt Ries, der nun schon fast
ein Jahr in den Buchhandlungen auch auf der Insel
Usedom zu haben ist, und der in der Reihe
„Kulinarische Entdeckungsreisen bei Umschau
erschienen ist. Mit Sylt, dem Rheintal, Franken und
Westfalen befindet sich der Nordosten Deutschlands
dabei in durchaus kulinarisch beachtenswerter
Gesellschaft.
Den Autoren ist es dabei gelungen, die touristischen
Sehenswürdigkeiten und die einzigartige Natur der
Region kurz und durchaus prägnant vorzustellen, und
so Lust auf einen Besuch in Mecklenburg-Vorpommern
zu machen. Rügen, Stralsund, Hiddensee, der Darss,
die Universitätsstadt Greifswald und die Sonneninsel
Usedom sind die Stationen der Reise. Den
touristischen Hinweisen zu den einzelnen Regionen
folgen meist zweiseitige Berichte über kulinarische
Entdeckungen entlang der Reiseroute. Lokal und Team
werden vorgestellt, und es wird auf die jeweiligen
Spezialitäten eingegangen. Dazu gibt es immer auch
ein Rezept zum nachkochen. Schöne Aufnahmen von
Sehenswürdigkeiten, Natur und den kulinarischen
Reiseempfehlungen selbst machen das Buch attraktiv
und sehenswert.
Von der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Stralsund
gelangen wir über den Dänholm auf Deutschlands
größte Insel. Rügen wird mit seinen Fischlokalen,
Kneipen, Cafes und Gourmetrestaurants vorgestellt.
Dass bei der Vielzahl des Angebotes eine Auswahl
getroffen werden musste und so manche kulinarische
Entdeckung fehlt, ist wohl kaum zu vermeiden, zumal
es dafür die klassischen Restaurantführer gibt. Nach
einem kurzen Abstecher nach Hiddensee und Greifswald
geht die Reise auf die Insel Usedom. Auch hier
zeigen die Autoren, dass sie sich auskennen und
aktuell sind. So wird bei der Vorstellung der Insel
die 2006 in Zinnowitz eröffnete Tauchgondel genauso
erwähnt wie der Besuch der schwedischen Königin
Silvia im vergangenen Herbst beim Usedomer
Musikfestival. Was folgt, sind über 25 kulinarische
Usedomempfehlungen auf insgesamt 63 informativen
Seiten. Los geht es mit den Koserower Salzhütten,
einem urigen Fischrestaurant mit Fischräucherei. Die
regionale Küche und das Ambiente werden gelobt. Wenn
die Autoren wüssten, dass so mancher Gast, der nicht
gerade vor hat einen kulinarischen Reisführer zu
schreiben, hier schon ganz andere Dinge erlebt hat –
langes Warten, gestresste Bedienung, mäßiges Essen
und gepfefferte Preise – aber über Geschmack lässt
sich ja zum Glück streiten. In der Reihe der
Fischlokale bleibt auch das kleine Zinnowitzer
Restaurant „Zum Smutje“ nicht unerwähnt. Wer hier
bei Chefkoch Jörg Glitza einkehrt, der bekommt
fangfrischen Fisch auf wunderbar schmackhafte Art
und Weise zubereitet. Auf der Insel jedenfalls ist
Glitzas Fischlokal schon lange kein Geheimtipp mehr,
sondern längst angesagt. Und dass Fisch auf Usedom
einfach dazu gehört, zeigen die Rezepte
„Ostsee-Zander auf Gemüsebett“ vom Trassenheider
Restaurant Kaliebe, die Flundern mit pommerscher
süßsaurer Sauce aus dem Loddiner Waterblick genau
wie der Zander in Nusskruste vom Loddiner Restaurant
Bricklebrit. Am Ende der Usedomreise kommen wir in
die „3 Kaiserbäder“ und die Autoren stellen einige
der besten Restaurants der Insel Usedom vor. Das
„Rossini“ im Heringsdorfer Hotel „Oasis“ wartet mit
feinster Tischkultur, erstklassiger Cuisine und rund
300 ausgesuchten Weinen auf. Marcus Lübkes Küche im
Käpt´n „N“ auf der Spitze der Heringsdorfer
Seebrücke mit ihrer kreativen und experimentellen
Note, die bevorzugt frische heimische Produkte
veredelt, fehlt genauso wenig wie das licht
durchflutete Gourmet-Restaurant „Bernstein“ im
Strandhotel Ostseeblick der Familie Wehrmann, in dem
die leichte und erfrischende Küche von Ralf Haug
jeden Besucher verzaubert.
Nach dem kulinarischen
Besuch auf der Sonneninsel Usedom geht es über
Anklam und den Lassaner Winkel nach Barth,
Ribnitz-Damgarten und auf die Halbinsel
Fischland-Darss-Zingst. Die kleine Zickzacktour
durch den Nordosten Deutschlands endet im
Strandhotel Fischland im Ostseebad Dierhagen –
natürlich mit Fisch.
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Fazit: Kulinarischer Reisführer der viele Anregungen
und Inspirationen liefert. |
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Zempiner Heimathefte
(Heft 1),
Hilde Stockmann
Geschichte, Geschichten, Bilder,
Dokumente
1. Auflage, Dezember 2006
Im lokalen
Buchhandel der Insel Usedom erhältlich.
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Die
Wahlzempinerin Hilde Stockmann hat mit der ersten
Ausgabe der Zempiner Heimathefte allen heimat- und
geschichtsinteressierten Einheimischen und Urlaubern
ein interessantes und unterhaltsames Büchlein über
das kleinste Seebad der Insel Usedom in die Hand
gegeben. Aus der Fülle des gesammelten Materials hat
sie interessante Aspekte ausgewählt und verschafft
dem Leser einen ersten Einblick in die Geschichte
von Zempin. Irgendwie bekommt man Lust schon bald
noch mehr Geschichten und Histörchen über den
idyllischen Ort auf der Insel Usedom zu erfahren.
Dem Heft vorangestellt ist eine Zeittafel, die von
1571 bis zum Jahr 2000 reicht. So beginnt die
Autorin dann auch mit der ersten Erwähnung des
Fischerdorfes Zempin in der vom Pommernherzog Ernst
Ludwig 1571 bekannt gegebenen „Lassanschen
Wasserordnung“, in der auch die Abgaben der Zempiner
Fischer geregelt wurden. Und so ist, wie kann es in
einem ehemaligen Fischerdorf auch anders sein, die
Fischerei das Hauptthema, das sich durch das gesamte
Buch zieht. Die Berichte aus der älteren und
jüngeren Vergangenheit sind mit meist bunten
Dokumenten, Ansichtskarten und Fotos sowie
zahlreichen Zeichnungen des Malers Hugo Scheele
reich bebildert. Dem Maler, der fast 40 Jahre in
Zempin gelebt hatte, ist sogar ein eigenes Kapitell
gewidmet. Es zeigt die tiefe Verbundenheit Scheeles
zur Natur und den Menschen der Insel Usedom. Weitere
Themen in dem kleinen Büchlein sind das Wappen von
Zempin, die Schule des Ortes, die Geschichte des
Inselhofs, einem noch heute beliebten Ausflugsziel
und die Entwicklung des Seebades Zempin. Der Leser
erfährt längst in Vergessenheit geratene Dinge, so
z.B. dass auch Zempin in den 30er Jahren eine eigene
Seebrücke hatte, von der aus man zu Kaffee- oder
Mondscheinfahrten in See stechen konnte. Die meisten
der 74 Seiten des Heimatheftes widmen sich jedoch
der Fischerei. Die Autorin und der Heimatverein
Zempin e.V. haben sich über Jahre mit dem Thema
beschäftigt. Sie zeigen das auch in einem kleinen
Museum in der ehemaligen Schule des Seebades, haben
DVD`s und eine Sammlung von Zempiner Fischrezepten
herausgegeben. Im ersten Zempiner Heimatheft wird
die Fischerei mit dem Wintergarn unter dem Eis des
Achterwassers ausführlich beschrieben. Aber auch
über die Zempiner Salzhütten, das Blüsen, eine
frühere Art zu Fischen und das Leben des
Fischerjungen Konrad Tiefert erfahren wir viele
interessante Einzelheiten. Dass es noch viele Dinge
zu sagen gib, die Frau Stockmann und die Mitglieder
des Heimatvereins zusammengetragen haben und noch
weiter erforschen möchten, ahnt der Leser, wenn auf
den letzten drei Seiten unter „Zeitsplitter,
Episoden“ noch so manches offen bleibt.
Bleibt zu hoffen, dass das mit viel
Mühe zusammen getragene Material reichlich
Leserinnen und Leser unter den Inselbewohnern und
ihren Gästen finden wird. Das bei Hoffman-Druck in
Wolgast gedruckte und im Dezember 2006 erschienene
lesens- und sehenswerte Büchlein ist in Zempin im
Fremdenverkehrsamt, im Zempiner Schuhstübchen, im
Museum in der Fischerstraße 11 und den
Buchhandlungen der Insel erhältlich.
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Fazit:
Interessantes Büchlein mit viel
lokaler Geschichte und Geschichten |
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Jagd auf den Inselmörder,
George Tenner
Verlag:
Schardt
1. Auflage, Juni 2007
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ISBN-10:
3898413292
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ISBN-13:
978-3898413299
„Als Ilsa
Buschmann im Juni 2002, wie an jedem Morgen nach der
Ermordung ihrer Enkelin, am Auffindungsort der
Leiche sitzt, wird wieder ein Toter an Land gespült.
Bei der Betrachtung der Toten stellt sie fest, dass
er die gleiche grausame Kennzeichnung trägt wie ihre
Enkelin Lena - beide Ohren sind abgeschnitten.“
ist im Klappentext von
George
Tenner´s Kriminalroman „Jagd auf den
Inselmörder“ zu lesen. |
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Am
vorletzten Sonntag im Juni 2007 stellte der Autor
zusammen mit seinem Verleger Michael Schardt im
Bansiner Hans-Werner-Richter-Haus den Krimi erstmals
vor. Die Handlung ist auf der Insel Usedom
angesiedelt. Der Berliner Autor, der bereits mehrere
packende Romane („Das Petersplatz-Komplott“
„Der
Schrei des Pelikans“) geschrieben hat, versteht es
den Leser geschickt immer tiefer in die Handlung
eintauchen zu lassen, so dass man schon bald glaubt
zusammen mit Hauptkommissar Lasse Larsson auf der
Insel zu ermitteln. Tenner, der 1939 bei Dresden
geboren wurde, 1964 erfolglos versucht hatte die DDR
illegal zu verlassen, es 1966 mit einem Schlauchboot
von Ahrenshoop aus über die Ostsee doch noch
schaffte, beschäftigte sich intensiv mit der Arbeit
der Geheimdienste in Ost und West und fand so den
Stoff für bisherige Romane. Die geschickte Mischung
zwischen gut recherchierten Fakten, Spekulation und
Fiktion ziehen den Leser tief in die Handlung
hinein. Ob die
„Jagd auf den Inselmörder“ ähnliche Verstrickungen
zu Tage bringt? Der Autor machte bei seiner Lesung
am vergangenen Sonntag Lust auf die Antwort zu
dieser und vielen anderen spannenden Fragen. Tenner
kennt die Insel genau, er hat über Jahre
recherchiert und beobachtet, kennt die Kriminalisten
auf der Insel, war in der Greifswalder
Gerichtsmedizin.
Die Lesung in Bansin
war ein voller Erfolg. Noch nie sah das
Hans-Werner-Richter-Haus so viele Gäste wie an
diesem Abend, über sechzig Krimibegeisterte waren
gekommen, einige mussten wegen Überfüllung sogar
draußen bleiben. Knisternde Stille, als der Autor
begann aus seinem Buch zu lesen: Ein Morgen an der
Heringsdorfer Seebrücke, Dunst über der See, Möwen
auf den Buhnen neben der Brücke, der Mann mit dem
Akkordeon und eine Leiche im Wasser. Tenner gab
noch etwas über Lasse Larsson, den
Kriminalhauptkommissar zum Besten und präsentierte
schließlich noch eine zweite Leiche. Am Ende der
kurzweiligen Stunde Beifall und Schlangestehen für
eine Widmung im ersten Usedom-Krimi.
Bei dem Untertitel
des Buches „Lasse
Larssons erster Fall“ war es dann auch kein
Geheimnis, als Tenner eine Fortsetzung ankündigte.
Für´s Erste aber kann sie beginnen, die Jagd auf den
Inselmörder.
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Fazit:
„Jagd auf den Inselmörder“ ein
spannender Krimi, den man gelesen haben sollte für
12,80 € |
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Usedom,
Baedeker
Verlag Karl Baedeker GmbH
2. völlig überarbeitete und neu gestaltete Auflage
2007
ISBN-10: 3-8297-1145-X
ISBN-13: 978-3-8297-1145-6
"Usedom – ob herrliche
Sandstrände, Seen im idyllischen Hinterland,
Thallasotherapie oder die Seebrücken – viele
Highlights der Insel haben etwas mit dem Wasser zu
tun." steht auf der leuchtend roten
Umschlagseite des Baedeker – Reiseführers Usedom.
Nichts Besonderes dürfte man meinen, für eine Insel.
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Nun der knapp 230 Seiten dicke Reiseführer wird den
Leser sicherlich schnell vom Gegenteil überzeugen –
Usedom ist eine besondere Insel, denn wer
einzigartige Natur genießen möchte und dennoch nicht
auf Shopping, Events und Exklusivität verzichten
möchte der ist hier genau richtig.
Ganz in der Tradition von Karl Baedeker (1801 –
1859) ist ein faktenreicher und niveauvoller
Reisebegleiter entstanden. Übersichtlichkeit,
Genauigkeit und Aktualität waren Dinge auf die schon
der Begründer des Verlages großen Wert legte.
Nachdem er 1835 mit der „Rheinreise von Mainz bis
Cöln“ seinen ersten Reisführer herausgab begann die
Geschichte des bis heute erfolgreichen
Reisebuchverlages. Bald schon erfreuten sich die
Reisebegleiter mit dem charakteristischen roten
Einband großer Beliebtheit. Baedeker selbst ging bei
seinen Recherchen äußerst genau und akribisch vor,
so dass sein Angebot bei der Reisvorbereitung und
Reisedurchführung unabhängig von lokalen
Fremdenführern zu sein sehr gut angenommen wurde.
Der handliche Usedomführer ist mit
einer wasserbeständigen Schutzhülle versehen und
enthält eine faltbare Reisekarte der Insel im
Maßstab 1:50 000. Neben vielen qualitativ sehr guten
Farbbildern sind 20 weitere Pläne und Karten in das
Buch integriert. Auf den ersten 50 Seiten werden
Fakten und Hintergründe zur Insel wie Klima,
Geschichte, Natur, und Bevölkerung vorgestellt.
Ausführlich wird über die Künstlerinsel Usedom und
Berühmte Persönlichkeiten Usedoms wie Manfred von
Ardenne, Wernher von Braun, Franka Dietzsch, Theodor
Fontane, Otto Niemeyer-Holstein, Philipp Otto Runge,
Hans Werner Richter und Carola Stern berichtet.
Natürlich fehlen die vielen allgemeinen nützlichen
Hinweise eines Reisführers zu den Themen Anreise,
Essen, Feste, Events, Kino, Theater und Gesundheit
auch im neuen Usedom Baedeker nicht. Die Fakten sind
gut recherchiert und dürften eine solide Basis für
den Usedomurlaub sein. Bevor im zweiten Teil des
Buches auf rund 120 Seiten auf einzelne Reisziele
eingegangen wird, folgen noch Infos zu Preisen,
Schiffsverbindungen, Unterkünften, Shopping,
Aktivurlaub und Wellness. Die drei Tourenvorschläge
„Auf dem Festland“, „Nach Polen“ und „Im Hinterland“
enthalten viele nützliche Hinweise, wenn man die
Gegend einmal abseits der Seebäder erkunden möchte.
Schade dass nicht noch einige Touren im nördlichen
und mittleren Teil der Insel und am Stettiner Haff
für die zahlreichen Fahrradtouristen integriert
wurden. Verfügt die Insel doch über ein sehr gut
ausgebautes Netz an Radwegen. Wenn man zu den
einzelnen Orten, Seebädern und „Inselecken“ genauer
nachlesen möchte, dann bieten die alphabetisch
geordneten Reiseziele von Ahlbeck – Zinnowitz eine
große Menge nützlicher Hinweise. Dabei sind auch
Ziele auf dem nahe gelegenen Festland wie Anklam,
Freest und Wolgast genauso beschrieben wie das auf
der polnischen Nachbarinsel Wollin gelegene Misdroy.
Die immer wieder enthaltenen und extra
gekennzeichneten Baedeker Tipps und
Baedeker-Empfehlungen sind allesamt wirkliche Tipps
und Empfehlungen. Da wären z.B. der
„Sieben-Seen-Blick“ bei Bansin, das
Galerie-Garten-Café in Lütow, die „Eis-Villa Stein“
in Heringsdorf, der Sonnenuntergang im Hafen von
Rankwitz, der Keramikhof Danegger in Morgenitz und
die Graureiherkolonie bei Balm. Das Autorenteam war
nicht nur bemüht genaue und nützliche Hinweise zu
geben, der Reiseführer ist zudem auch sehr aktuell.
So findet sich die in Netzelkow neu eröffnete
Galerie Eigenart genau so wieder, wie ein Bild der
2006 an der Zinnowitzer Seebrücke gebauten
Tauchgondel.
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Fazit: Informativer, übersichtlicher und sehr
aktueller Usedom-Reiseführer mit Faltkarte für
15,95 € |
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Insel Usedom,
Peter Höh
Reise KNOW-HOW Verlag Peter Rump GmbH
3. komplett aktualisierte und neu gestaltete Auflage
2006
ISBN-10: 3-9317-1476-2
ISBN-13: 978-3-8317-1476-6
"Sonne und Strand, das sind Zutaten, aus denen
ein perfekter Badeurlaub gemacht wird. Von beidem
besitzt Deutschlands zweitgrößte Insel, das im
östlichen Zipfel der Republik gelegene Usedom,
geradezu verschwende-risch viel." beginnt Peter
Höh sein Vorwort zu dem Usedom-Reiseführer. |
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Peter Höh,
Reisejournalist und Buchautor hat mit dem komplett
neu gestalteten und überarbeiteten Reiseführer
Usedomurlaubern und Einheimischen ein sehr gutes
Werkzeug in die Hand gegeben, um die Sonneninsel mit
ihren 40 km Sandstrand von all ihren Seiten zu
erkunden und zu genießen. Schon beim Blättern fällt
auf, dass der Autor die Gegend gut kennt und das
nicht nur von einer kurzen Visite. Man spürt, dass
die Insel ihn fasziniert, dass er gern hier ist und
diese Begeisterung weitergeben möchte. Das kleine
handliche Büchlein macht Lust auf die Sonneninsel an
der Pommerschen Bucht. Auf 312 Seiten werden
Informationen, Bilder, Karten und viele interessante
Tipps ansprechend, übersichtlich und kurzweilig
dargeboten. Die praktischen Reisetipps von A-Z
enthalten Anreiseinformationen, Angaben zu Klima,
Kurtaxe, Freizeit (Segeln, Surfen, Angeln, Tauchen,
Wandern, Reiten), Unterkünften und zu den
vielfältigen Informationsquellen über die
Ostseeinsel. Fast zwanzig Seiten widmet der Autor
dem Natur- und Küstenschutz. Dabei stellt er sehr
ausführlich den Naturpark Usedom mit den einzelnen
Naturschutzgebieten vor. Höh zeigt die Insel von
ihrer wahren Seite, zeigt was Usedom ausmacht, neben
dem Tourismusrummel am schier endlosen weißen
Sandstrand. Der anschließende geschichtliche
Überblick gibt Auskunft darüber, welche Rolle die
Insel in den vielen kriegerischen
Auseinandersetzungen um die Odermündung gespielt
hat. Peter Höh berichtet über die blühende Zeit des
beginnenden Badewesens am Anfang des letzten
Jahrhunderts, die Zeit des Nationalsozialismus, die
Bäder der Werktätigen zur Zeit der DDR und die
heutige Entwicklung nach dem Fall der Mauer. Auf den
restlichen 200 Seiten werden die Regionen und
Ortschaften der Insel ausführlich und kompetent
vorgestellt. Wolgast, das Tor zur Insel, die
ehemalige Residenzstadt der Pommernherzöge, der
Nordteil mit Peenemünde und den ruhigen Seebädern
Karlshagen und Trassenheide, das Ostseebad Zinnowitz
mit der Halbinsel Gnitz, die Seebäder entlang der
Küste bis hin nach dem polnischen Swinemünde und das
wunderschöne Hinterland mit der Usedomer Schweiz und
dem Lieper Winkel werden Stück für Stück
vorgestellt. Dabei gibt es Informationen zu Natur,
Geschichte, Museen, Kulturveranstaltungen,
Gastronomie, Unterkünften, Sehenswürdigkeiten und
und und ..... Zusammen mit Kartenausschnitten die
die Orientierung erleichtern und schönen Farbfotos
die Lust auf die Insel machen ist der Reiseführer
eine solide Informationsquelle.
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Fazit: Kompakte, kurzweilige, gut recherchierte
Informationen, die ihre 10,50 € absolut wert sind. |
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Ostvorpommern,
Eckhard Oberdörfer
Edition Temmen
1. Auflage
2006
ISBN-10: 3861089173
ISBN-13: 978-3861089179
"Wohl populärster Anziehungspunkt in
Ostvorpommern ist die Sonneninsel Usedom mit ihren
weiten feinsandigen Stränden. Die Region
Ostvorpommern wird geprägt von liebevoll gepflegten
Dörfern, mittelalterlichen Burgen, Schlössern und
Gutsanlagen ..." lesen wir im Vorwort des Reise-
und Lesebuches Ostvorpommern. |
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Ostvorpommern, der
nordöstlichste Landkreis der Republik, ein
Verwaltungskonstrukt deutscher Beamtenstuben,
entstanden nach dem Fall der Mauer, wird er schon
bald Opfer der nächsten geplanten Gebietsreform
werden. Was bleibt, ist einer der landschaftlich
schönsten Landstriche Deutschlands, eine Hochburg
des Tourismus, kaum Industrie, hohe Arbeitslosigkeit
und der ruhige und solide Menschenschlag der hier
lebenden Pommern. Eckhard Oberdörfer, Redakteur der
Ostsee-Zeitung, mit Geschichte und Kultur der Region
bestens vertraut, hat mit dem rund 300 Seiten
zählenden Buch dem Landkreis Ostvorpommern seine
Vergänglichkeit genommen. Einfühlsam, gut
recherchiert und mit Heimatliebe geschrieben, bringt
uns der in Greifswald lebende Autor die Region an
der Pommerschen Bucht nahe. Nach einer kurzen
Einführung in die Geschichte der Region beginnt
Oberdörfer die Reise durch Ostvorpommern in der
Kreisstadt Anklam - natürlich nicht, ohne den
Flugpionier Otto Lilienthal zu würdigen, den wohl
bedeutendste Sohn der Hansestadt. Die reich
bebilderte Reise beginnt in den Dörfern des
Landkreises mit ihren vielen unbekannten
Herrenhäusern, Kirchen, Schlössern, Burgen, Ruinen
und Gutsanlagen. Wer kennt schon Schloß Zinzow,
Schloß Aueroser, Burg Spantekow, die Ruinen von
Landskron oder das Gutshaus in Stolpe? Oberdörfer
kennt sie alle und macht Lust sie zu besichtigen, zu
erkunden. Neben vielen geschichtlichen Details
kommen auch die Naturschönheiten, so z.B. das
wunderschöne Tal der Peene mit den einsamen
Torfkanälen, den Bibern und Fischottern und den
leuchtenden Teppichen aus Seerosen nicht zu kurz.
Von Ost nach West durchwandern wir den Landkreis, um
schließlich nach der weit mehr bekannten Insel
Usedom zu gelangen. Wie schwer muss es dem Autor da
gefallen sein, seine Universitäts- und Hansestadt
Greifswald nur zu streifen. Die Stadt am Bodden ist
aus der Region nicht wegzudenken, gehört aber als
kreisfreie Stadt nicht zu Ostvorpommern. Nach den
Inseln Ruden und Oie gelangen wir in die alte
Residenzstadt der Pommernherzöge nach Wolgast. So
bleiben noch rund 70 Seiten für die schon erwähnte
Insel Usedom. Auch hier erfahren wir geschichtliche
Details, die sich in keinem der klassischen
Usedom-Reiseführer finden. Kultur, Kunst, Natur,
Sehenswürdigkeiten zeichnen uns zusammen mit vielen
Bildern ein buntes Bild der Touristenhochburg. Wer
klassische Touristentipps wie An- und Abreise,
Wetter, Unterkünfte und Gaststättentipps sucht, der
ist bei Oberdörfer falsch. Er nimmt uns mit auf eine
interessante Entdeckungsreise über die Insel und
macht neugierig darauf, das Eiland zu erkunden. Und
damit man sich in Ostvorpommern zurecht findet, hat
er ganz zum Schluss auf ein paar Seiten doch noch
Reiseinformationen von A-Z in Form von Adressen und
Telefonnummern zu Themen wie Angeln, Camping,
Fahrradverleih, Veranstaltungen, Galerien, Segeln,
Theater und und und zusammengestellt. Die Auswahl
allerdings kann bei der Kürze nur recht willkürlich
und unvollständig bleiben.
Auf
zwei Karten vorn und hinten im Umschlag kann man das
Gelesene gut zuordnen und dürfte so kaum Mühe haben
eine Entdeckungsreise durch Vorpommern zu
unternehmen - die Lust darauf vermag Oberdörfer mit
seinem Buch ganz sicher zu wecken.
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Fazit: jede Menge sehr gut recherchierter
Informationen des lokalen Autors für 15,90 €. |
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Die Insel,
Matthias
Wegehaupt
Ullstein Buchverlage, Berlin
1. Auflage
2005
1. Taschenbuchauflage 2007
ISBN-10: 3-550-08626-1
ISBN-13: 978-3-550-08626-7
"Die Insel, die Personen, das Meer und der Sand:
alles erfunden“ schreibt Matthias Wegehaupt zu
seinem rund 1000 Seiten langen Roman „Die Insel“. |
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"Die Insel", das Buch eines Malers und das im
doppelten Sinne. Handelt der Roman doch von dem
Maler "Unsmoler", wie ihn die Einheimischen nennen
und ist "Die Insel" doch von einem Maler geschrieben
- Matthias Wegehaupt. Er lebt, malt und schreibt auf
der Insel Usedom. Man ahnt schon, dass das Buch
Auseinandersetzung wird, mit selbst Erlebtem, mit
all der Spannung, den Widersprüchen, den Freuden und
Leiden einer Epoche. Wegehaupts Arbeiten, er
studierte in Greifswald und Berlin, Wegehaupts
Arbeiten, waren in der Zeit der DDR immer auch
Auseinandersetzung mit der Enge der Zeit - Bilder
der Suche, der Suche nach einem „Nach der Insel“.
Genau diese Enge und die Suche beschreibt Wegehaupt
in seinem Roman, der selbst eine ganz intensive
unmittelbare Auseinandersetzung mit den Problemen
der Zeit in der DDR ist. Er schrieb das Manuskript
von 1970 - 1989 und versteckte es unter den Dielen
seines Ateliers auf der Insel Usedom. "Die Insel",
der Roman eines Usedomer Malers, kurzweilig auf rund
1000 Seiten, mit Ironie, Witz, erschreckendem
Realitätssinn, Liebe und Gefühlen, Träumen und
grotesk anmutender Berichterstattung über ein Stück
deutscher Geschichte. Wegehaupt versteht es dabei
wunderbar die „Inselzeit“ weder ins lächerliche zu
ziehen, noch verfällt er in grenzenlose
Schlechtmacherei. Er malt die Insel ohne einem der
vielen Klischees zu verfallen, die gewachsen sind in
den vergangenen bald zwanzig Jahren nach der Insel.
Immer wieder verleitet das Buch den Leser dazu, die
Landschaft, die Personen und die Situationen auf der
Insel Usedom zu suchen. Doch das Buch ist mehr, es
ist eine große wunderbar gelungene Metapher auf die
Insel hinter der Mauer, die Deutsche Demokratische
Republik, eine Metapher auf ein halbes Jahrhundert
deutsche Geschichte.
Der Roman begleitet Unsmoler auf seinem Weg über das
Eiland. Die allgegenwärtige Gefahr für den Künstler,
der unzufrieden ist mit der Enge und diese
Unzufriedenheit in seinen Bildern ausdrücken möchte,
ja ausdrücken muss, die Gefahr, sich zu heftig mit
dem "Inselchef" und dem "Mitarbeiter" anzulegen,
wird dem Leser immer und immer wieder offenbar. Das
Buch arbeitet auf, erinnert an fast vergessene
Details und zeigt jenen, die es nicht erlebt haben,
wie es war. Auch wenn viele Inselbewohner vermutlich
damals die Enge der Insel gar nicht so empfunden
haben, weil sie das Festland hinter dem Wasser nicht
kannten, der Roman öffnet zusammen mit dem heutigen
Wissen so manchem ehemaligen Inselbewohner die Augen
für die komisch- groteske und brutal einengende
Situation von damals. Aus der Sicht des persönlich
Erlebten, schafft Wegehaupt fast eine Art
Zeitbericht mit geschichtlich dokumentarischem Wert.
Wer wird sich in ein paar Jahrzehnten sonst noch
daran erinnern, dass es viele Inselbewohner gab, die
Antennen konstruierten, nur um bei Nebel auch einmal
ein Fernsehbild vom Festland empfangen zu können.
Unsmoler erlebt alles sehr bewusst mit, obwohl er
den Lauf der Dinge kaum zu beeinflussen scheint.
Privat ist es alles andere als leicht für ihn, als
seine junge Familie zerbricht. Im Beruf geht er
Kompromisse ein, malt sogar Spruchtafeln für den
"Inselchef" - schließlich ist er Maler.
Am Ende sind die Stunden der Insel gezählt, die er
mit denen, die darauf lebten doch irgendwie lieb
gewonnen hat und man erahnt eine neue Zeit mit neuen
Problemen.
Wegehaupt erzählt das
Wunderbare, das Widersprüchliche, das Wütende, das
Leidenschaftliche, das Unsichere, das Lachende, das
Unglaubliche, als wandere man durch eine Galerie von
Bildern einer vergangenen und doch so nahen Zeit.
Ein Roman, den man einfach gelesen haben muss und
den man so schnell nicht vergessen wird …
Wegehaupts „Die Insel“ ist nun auch als Taschenbuch
für 10.95 € bei Ullstein erschienen.
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Fazit: Geschriebene Malerei, lebensnah und
wunderschön erzählt. |
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Unterwegs auf dem
Berlin-Usedom Radfernweg,
Sabine Kostka,
Detlef KadenVerlag:
IS.RADWEG
-
ISBN-10: 3981002938
ISBN-13: 978-3981002935
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Sabine Kostka und Detlef Kaden haben den kleinen
Reiseführer „Unterwegs auf dem Berlin – Usedom
Radfernweg“ in zweiter Auflage herausgebracht.
Der Radweg vom Berliner Schlossplatz im Zentrum der
Hauptstadt bis zur Nordspitze Usedoms nach
Pennemünde misst 337 km. Usedom mit seinem sehr gut
ausgebauten Netz an Fahrradwegen wird immer mehr zu
einem Eldorado für Radtouristen. Warum also nicht
gleich mit dem Tretesel anreisen und ganz auf Bahn
und Auto verzichten. Auf 168 Seiten informiert der
Reiseführer anhand von 12 Wegskizzen, genauen
Wegbeschreibungen und vielen nützlichen Einzelheiten
über die Radreise nach Usedom. Dem Reiseführer liegt
eine CD bei, die unter anderem die GPS-Daten des
Radweges und Audiodateien mit Erklärungen zu
Sehenswürdigkeiten entlang des Radfernweges im
MP3-Format enthält. Die CD startet problemlos auf
dem PC und enthält auch eine Software, die dazu
dient, die GPS-Koordinaten auf ein Navigationsgerät
zu überspielen. Wem Buch und CD nicht ausreichen,
der findet auf der Internetseite
www.berlin-usedom-radweginfo.de
weitere Auskünfte der Autoren.
Nach zehn Seiten allgemeinen Informationen über den
Radfernweg und einer Liste von Hotels und Pensionen
entlang der Strecke beginnt die ausführliche
Beschreibung der ersten 19 km langen Etappe von
Berlin Mitte nach Berlin Buch. Alle 10
Etappenbeschreibungen sind nach dem gleichen Muster
aufgebaut. Der Wegskizze folgen Wegbeschreibung,
Hinweise zur An- und Abreise mit der Bahn,
Touristen- und Übernachtungsinformationen und eine
ausführliche Beschreibung der an der Wegstrecke
liegenden Sehenswürdigkeiten. In Schwerpunkthemen
erfährt man regelmäßig über besonders interessante
Dinge entlang des Radweges, wie z.B. das
Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, die ländliche
Architektur in Brandenburg, die Ückermünder Heide,
die Geschichte der Kaiserbäder und die Peenemünder
V2-Raketen. Der Berlin –Usedom Radfernweg führt von
der Hauptstadt über Biesenthal, Joachimsthal,
Warnitz, Prenzlau, Pasewalk, Ückermünde, Anklam auf
die Insel Usedom, die bereits auf der Etappe
Ückermünde – Anklam von der anderen Seite das
Stettiner Haffs grüßt. Wer es gar nicht erwarten
kann auf die Insel zu kommen, der braucht nicht den
25 km längeren Weg über die Zecheriner Brücke
wählen, sondern kann auf dem Damm der einstigen
Eisenbahnlinie Ducherow – Swinemünde bis nach Kamp
ans Haff radeln, um sich dort mit einem Boot nach
Karin auf der Insel Usedom übersetzen zu lassen.
Auf den letzten 50 Seiten des Fahrradführers wird
die Insel Usedom mit einigen Facetten wie Historie,
Fischfang, Bäderarchitektur und Sturmfluten
vorgestellt, die Lust auf Usedom machen und nicht
den Anspruch auf Vollständigkeit erheben sollen. Der
Weg über die Insel führt von Karnin über die Stadt
Usedom, Stolpe, Dargen, Neverow und Garz nach den
Kaiserbädern. Wer die Insel und ihre vielen
Möglichkeiten für Radfahrer kennt, der vermisst ein
paar Hinwese für Touren abseits des Radfernweges,
z.B. in das Hinterland der Insel, wie in den Lieper
Winkel, nach Mellenthin oder in die Usedomer
Schweiz. Im Schwerpunkthema “Geschichte der
Kaiserbäder“ ist den Autoren ein kleiner
redaktioneller Fehler unterlaufen, mitten im Text
über die Kaiserbäder ist die wunderschöne Villa
„Seeschlösschen“ in Zinnowitz zu sehen. Nach der
Beschreibung der letzten Etappe von Ahlbeck nach
Peenemünde folgen noch ein Abstecher von Ahlbeck
über Swinemünde und die Nachbarinsel Wollin nach dem
polnischen Szczecin und 5 Seiten „Tipps und
nützliche Hinweise“, die sicherlich noch nützlicher
wären, wenn sie die Autoren etwas übersichtlicher
strukturiert hätten. Als Wunsch für die nächste
Auflage des kleinen Reisführers bleibt, etwas mehr
auf Nebenstrecken entlang des Radfernweges
einzugehen und dafür z.B. die sechs langen Seiten
über die Fischereiwirtschaft auf Usedom und den
Bericht über Peenemünde und die V2-Rakete zu kürzen,
schließlich kann man das in jedem x-beliebigen
Usedom-Führer nachlesen.
Internet:
www.berlin-usedom-radweginfo.de |
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Fazit: Nützlicher
und informativer Reiseführer mit CD-ROM für
Fahrradtouristen |
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Das Buch "Jahreszeiten auf der Insel
Usedom" zeigt auf 60 Seiten eindrucksvolle Fotos der
Landschaft der Insel Usedom. Es soll neugierig
machen, auf die Insel Usedom oder Erinnerungen
an die Insel wachrufen. Kurze passende Texte und
Bildunterschriften machen die kleine Inselwanderung zu
einem interessanten Erlebnis. Für 7,50 € ist das Büchlein in
allen Buchhandlungen der Insel Usedom, in Wolgast und der
Hansstadt Greifswald zu haben.
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