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Mit Beginn des neuen Jahrhunderts befuhren
prachtvolle Schiffe mit klangvollen Namen die
Ostsee: Odin, Hertha, Rügen, Frigga ... Doch
die Schüsse von Sarajevo im Sommer 1914
beendeten jäh den Ausflugsverkehr auf der
Ostsee, und die Braeunlich-Flotte wurde zur
Kaiserlichen Marine eingezogen. Nach dem Krieg
begann mit den Schiffen "Hertha" und "Odin" ein
zögerlicher Neuanfang. Die zunehmende Isolation
Ostpreußens machte eine Seeverbindung notwendig,
und Braeunlich engagierte sich im "Seedienst
Ostpreußen".
Nach den "Goldenen Zwanzigern" folgte die
Weltwirtschaftskrise, und auch mit dem
Seebäderverkehr ging es auf und ab. Es sollte
noch
schlimmer kommen als im Sommer 1914. Im
September 1939 mussten fast alle Schiffe zur
Kriegsmarine. Es blieben die "Swinemünde"
und die "Berlin". 1945 hatte man fast alle
Schiffe, den Firmensitz und durch die neue
Ordnung Europas auch das Fahrtgebiet verloren.
Nach dem Krieg gab es 1952 noch einmal ein neues
Schiff, das Frachtmotorschiff "Melilla" der
jetzigen "Reederei J.F. Braeunlich K.G.",
ab 1956 mit Sitz in Hamburg. Im Februar 1995
wird die Handelsregistereintragung der Firma
beim Amtsgericht Hamburg gelöscht. |