Referenzen

Webcam Usedom

Usedombücher

Onlinebuchung

Insel Usedom - Insel Wollin - Urlaub und mehr ...

Impressum

Usedom News

Buchtipps

Usedom Links

Datenschutz

Kontakt

   .
Seebäder auf Usedom
 
  Unterkünfte
 
  Kultur
 
  Sport
 
  Gaststätten
 
  Verkehr / Anreise
 
  Inselbilder
 
  Veranstaltungen
 
  Kurverwaltungen
 
 

Camping


 
  Geschichtliches
 
  Museen / Ausstellungen
 
  Umgebung
 
  Reiseberichte
 
 

Presseberichte


 
  Ostsee
 
  Naturpark Usedom
 
     
   
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
USEDOM NEWS  + + + + + USEDOM NEWS  + + + + + USEDOM NEWS  + + + + + USEDOM NEWS  + + + + +
 
 

Umweltposse auf Usedom …
 

 

Es geht um viel Geld, zu schaffende Arbeitsplätze und die Umwelt. Angesichts der aktuellen Finanzkrise, der immer noch hohen Arbeitslosigkeit in Ostvorpommern und der globalen Erwärmung ist eine brisantere Themenkombination wohl kaum denkbar. "Kompensationsflächenpool Cämmerer See und angrenzende Niederungen" heißt der Stein des Anstoßes. In der Lubminer Heide soll in den kommenden Jahren viel neue Industrie angesiedelt werden. 2000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen, rund 3,5 Milliarden Euro investiert werden. Der Energiestandort Lubmin war schon immer gut für Schlagzeilen, hier wurde nach der Wende das Kernkraftwerk   abgeschaltet,   Tausende   verloren   ihren

Arbeitsplatz, die Energiewerke Nord lagern heute hier radioaktive Abfälle und bereiten diese auf - nicht nur aus Lubmin übrigens, wie man zunächst versichert hatte. Nun soll in der Lubminer Heide ein Industriepark entstehen: Gaskraftwerke, Endpunkt der Gaspipeline aus Russland, das umstrittene Kohlekraftwerk von Dong-Energy. In der Ostsee vor Rügen und Usedom entstehen Windparks. Wenn so massiv in die bestehende Landschaft eingegriffen und die Umwelt belastet wird, dann müssen Ausgleichsflächen geschaffen werden. Eine gute Idee möchte man meinen. Doch hier beginnt die Posse. Ein Teil jener Ausgleichsflächen sollen in einem 940 Hektar großen Areal im Norden der Insel Usedom geschaffen werden. Zwischen Peenemünde und Karlshagen soll der Deich am Peenestrom zurückgebaut werden und so können bei Hochwasser die dahinter liegenden Flächen geflutet werden. Damit nicht gleich die halbe Insel bis nach Zinnowitz unter Wasser steht, muss man einen neuen riesigen Deich bauen, vermutlich mit Schippe, Spaten und Muskelkraft, denn das Projekt soll ja bestimmt umweltverträglich sein. Dass man Braunkohletagebaue renaturiert scheint logisch, dass man aber eine Seen- und Wiesenlandschaft nebst Wald in eine Zustand versetz, wie er vor fast 100 Jahren existierte ist eine Posse, ja ein Skandal, der auch noch Unmengen an Geld verschluckt. Der Wald wird die höheren Wasserstände kaum vertragen - er wird weichen. Wie war das doch mit dem Wald - bindet er nicht Kohlendioxid, vermutlich wird man eine Ausgleichsfläche schaffen müssen. Nun mir kommt da auch schon eine Idee, man könnte beispielsweise das Ostseebad Zinnowitz renaturieren, ein paar Fischerhäuser im alten Dorfkern, eine Reihe Villen am Strand und dazwischen Kiefernwald - alles so wie es mal war. Doch mit den Fischerhäusern ist es so eine Sache, denn es gibt kaum noch Fischer, wozu auch, die Fangquoten verbieten das Fischen ohnehin immer mehr.
Doch zurück zur Flutung. Ein Fahrradweg durch einsame Natur wird zum Wasserwanderweg werden, eine Denkmallandschaft (hier stehen Ruinen der Heeresversuchsanstalt Peenemünde) verschwinden und ein idyllischer See wird wieder Peene werden. Wer heute hier wandert, der kann Fischreiher aus nächster Nähe beobachten und der sieht morgens den Seeadler auf dem Deich sitzen - was soll sie bringen die Renaturierung eines Naturparks, die Quadratur des Kreises vermutlich, oder doch eher das Alibi für einige profitgierige Energiemultis? Doch es scheint sie hätten die Rechnung ohne den Wirt gemacht, der hier lebt auf der Insel und nicht in Brüssel, Berlin oder Schwerin, denn es regt sich massiver Widerstand gegen den Wahnsinn. Eine Bürgerinitiative hat sich gegründet, deren Sprecher Dr. Rainer Höll aus Karlshagen ist. Immer mehr werden es, die protestieren und Verbündete suchen, die nicht nachlassen werden, bis die Flutung vom Tisch ist, nicht weil sie gegen, sondern weil sie für die Erhaltung unserer wunderschönen Natur sind.

Areal in der Lubminer Heide mit den Gebäuden des ehemaligen Kernkraftwerkes und des jetzigen atomaren Zwischenlagers.
Der Norden der Insel Usedom mit der Ostsee rechts und der Peene links. Im Hintergrund die Küste der Insel Rügen.
Die rote Linie markiert den Deich, welcher rückgebaut werden soll, dahinter angedeutet die bei Hochwasser gefluteten Flächen.
 
 

 


weitere Usedom News ...