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Für Frank
Lässig, Bassist an der
Komischen Oper Berlin, sind
die zwei Wochen auf Usedom
wie Urlaub. Mit Kind und
Kegel ist der Berufsmusiker
an die Ostsee gereist, um
vom anstrengenden
Konzertbetrieb mit
Gastspielen in aller Welt
auszuspannen. Doch statt die
Beine hoch zu legen, macht
der Berliner in den Ferien
das, was er am besten kann:
Musizieren.Seit
acht Jahren gehört Lässig zu
den festen Größen des Benzer
Kirchensommers, den der
frühere Pastor Martin
Bartels vor vierzig Jahren
mit einem „Quartett aus
Leipzig“ begonnen hat, wie
Frank Lässig das Publikum am
Donnerstagabend in der fast
voll besetzten Benzer
Dorfkirche wissen ließ.
Der Musiker hat beim
Kirchensommer eine ganz
besondere Rolle. Er fungiert
seit fünf Jahren als
Organisator eines
kleinen Kammerkonzert- |
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Für Lässig ist das
Engagement sowohl für die
Benzer Kinder als auch die
Benzer Sterne eine
Herzensangelegenheit. „Der
Ort hat einen besonderen
Zauber“, verriet er. Hier
liebt er die Stille, den
Frieden, die ein
willkommener Kontrapunkt zum
„enormen Leistungsdruck im
Konzertbetrieb“ sind. Lässig
und seine Frau schätzen Benz
so sehr, dass sie sich im
vergangenen Jahr sogar hier
trauen und ihre älteste
Tochter taufen ließen.
Mit einer wahren Sternstunde
der Musik verzauberte Lässig
mit Teresa Kammerer
(Violine), Antonina Shvyduk
(Viola), Rüdiger Thal
(Violine) und Jakob Andert
(Violoncello) die
Konzertbesucher. Das
Quintett spielte vor der
Pause die „Meditation über
den alten tschechischen
Choral St. Watzlaff, op. 35“
von Josef Suk sowie das „Nokturno
H-Dur, op. 40“ von Antonin
Dvorak. Im zweiten Teil
folgte Dvoraks
„Streichquintett G-Dur, op.
77“ und nach lang
anhaltendem Applaus noch
eine Zugabe.
Insgesamt schätzt Norbert
Laug, der die Initiative zur
Rettung der Benzer Sterne
ins Leben gerufen hat, mit
Kosten von bis zu 150.000
Euro, um den Sternenhimmel
zu sanieren. Derweil rieselt
die auskristallisierte Farbe
quasi als Sternenstaub von
der Decke, die nach Laugs
Vorstellung Stück für Stück
restauriert werden soll.
Dazu hat Frank Lässig eine
einfache Rechnung
aufgemacht: Jeder Stern
kostet ca. 500 Euro. Da wäre
es schön, „einzelne Sterne
zu kaufen, für den Liebsten
etwa“.
Der Pulower Architekt Laug
ist darüber hinaus auch mit
kleinen Spendenbeträgen
zufrieden. Zudem will er mit
Lässigs Unterstützung eine
eigene Benefiz-Konzertreihe
mit alter Musik auf die
Beine stellen, um die 1914
aufgebrachten Sterne
möglichst rasch wieder in
ihrem alten Glanz erstrahlen
zu lassen. Neben der
Kollekte kamen am Donnerstag
auch die Einnahmen aus dem
Weinverkauf des Ahlbecker
Weinladens komplett der
Sanierung zugute.
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