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Nena und Thomas Godoj beim
Usedom Rock 2008
Gute Bands, gute Stimmung,
aber wenige Besucher
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Foto: Pühler |
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Der Auftakt kann als
gelungen gelten. Beim 1.
Usedom Rock auf dem
Ahlbecker Grenzparkplatz hat
schon vieles gestimmt.
Sinnbildlich zum als
Versuchsballon zu wertenden
ersten Event dieser Art auf
halben Weg zwischen Ahlbeck
und Swinemünde stiegen am
vergangenen Samstagabend
nicht ganz 99 Luftballons in
den Nachthimmel. Die waren
allerdings nicht als Hommage
an Stargast Nena gedacht,
sondern trugen
Liebesbekundungen an Thomas
Godoj, der zuvor auf der
Bühne stand. Nach
Veranstalterangaben fanden
rund 5.000 Besucher den Weg
zum Grenzparkplatz. Anderen
Quellen zufolge soll der
Besucherzuspruch weit
darunter gelegen haben. So
hat die Stadt Swinemünde nur
wenige Hundert der insgesamt
2.000 vergünstigten
Eintrittskarten |
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für Swinemünder Bürger absetzen
können. So
lief auch die gut gemeinte
Begrüßung des gebürtigen
Schlesiers Thomas Godoj ins
Leere. Seine polnische
Ansprache fand leider keinen
Widerhall.
So zeigte sich auch Matthias
Hoffmann von der mit der
Organisation des
siebenstündigen Events
betrauten Agentur Pehnert &
Hoffmann enttäuscht von der
polnischen Resonanz: „Ich
hätte schon gedacht, dass
die polnischen Bands für
1.500 Karten gut sind“.
Dennoch sieht er Potenzial
für eine Neuauflage. „Jetzt
muss man in Ruhe auswerten.
Es ist auf jeden Fall ein
tolles Format für die
Insel“, ist er überzeugt.
Die überwiegend weiblichen
Besucher in der ersten Reihe
jedenfalls waren begeistert.
Die meisten von ihnen kamen
von weit her gereist und das
nur für ihren „Superstar“
Thomas Godoj. Dessen
Fangemeinde dürfte dem
Anschein nach von acht bis
68 Jahren reichen. So kam
unter anderem eine „Tomzilla
Oldtimer Fraktion“, alles
Damen um die Fünfzig, aus
Hessen auf die Insel. Für
Regina Quaynor aus Wiesbaden
und Melanie Oberreiter aus
Kassel gab es sogar eine
Audienz bei ihrem Verehrten.
Auf die Frage, wie man im
reiferen Alter
Thomas-Godoj-Fan wird,
meinte Fraktionsmitglied Eva
Gotthardt aus Limburg: „Er
hat eine tolle Stimme und
einen tollen Charakter“.
Seine natürliche
Ausstrahlung lobten alle
gemeinsam. Wie die meisten
anderen Fans der ersten
Reihe zeigten sich natürlich
auch die Hessinnen
textsicher und stimmten mit
Godoj unter anderem ihr
Lebensmotto „Too you to grow
old“ an.
Für Melanie Bradley aus dem
bayrischen Bamberg kam es
noch besser. Sie wurde von
Godoj persönlich ausgeguckt:
"Du kommst mit auf die
Bühne. Vergiß dat nicht", so
seine Aufforderung. Die
Auserwählte konnte es später
noch immer nicht fassen,
dass „der schönste Mann der
Welt neben mir gestanden“
ist. Zum Abschied bekam sie
sogar noch ein Küsschen auf
die Wange. |
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Foto: Pühler |
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Foto: Gründling |

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Weniger zugänglich als der
Casting-Jungstar zeigte sich
unterdessen die Rockqueen
Nena. So durfte wohl noch nicht
einmal der NDR Bilder von
ihrem Bühnenauftritt zeigen.
Trotz der
fotodokumentarischen
Einschränkungen muss man ihr
bescheinigen, dass ihre
Performance professionell
war und es ihr gelang, die
Konzertbesucher zu
begeistern. Robert Lühmann
aus Wilhelmsburg hatte als
Rollstuhlfahrer die
Möglichkeit, wie einige
andere Leute mit Handicaps
und Dutzende von Kindern,
vor dem Absperrgitter die
Show aus nächster Nähe zu
verfolgen. Für ihn war Nenas
Auftritt noch besser als der
von Thomas Godoj, wegen dem
er eigentlich gekommen war.
Seine Mutter Christine fand
es nur „Grandios“, während
Vater Arne meinte, dass Nena
ein „absoluter Bühnenprofi“
ist. „Die lange Anfahrt hat
sich auf alle Fälle
gelohnt“, meinten die
Lühmanns unisono. Highlights
von Nenas fast zweistündigen
Programms waren die deutsche
Version von David Bowies „Heroes“,
die englische Version von
"Irgendwie Irgendwo
Irgendwann“ (Anyplace
Anywhere Anytime) und
natürlich als Zugabe die „99
Luftballons“, Nenas größter
Hit aus dem Jahr 1983.
Text: Dietmar Pühler -
d:p |
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Foto: Pühler |

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Foto: Gründling |
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