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BALNEA - Sonderausstellung
in Peenemünde eröffnet ... |
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"BALNEA,
Architekturgeschichte des
Bades" ist eine Ausstellung,
die man nicht in der
Turbinenhalle des
Kraftwerkes im
Historisch-Technischen
Informationszentrum vermuten
würde. Und alleine diese
Tatsache dürfte schon genug
Raum für reichlich
Diskussionen über die neue
Sonderausstellung lassen.
Nun, um es vorweg zu nehmen,
die Ausstellung ist
sehenswert und beleuchtet
nicht nur die historischen
Aspekte der Architektur,
sondern auch kulturelle und
soziale Gesichtspunkte des
Badewesens. Ob Peenemünde
der rechte Ort für eine
derartige Ausstellung ist,
es wird viel Zweifler und
Gegner geben, denn das
existente und wohl auch
gewollte Klischee von
Peenemünde wir von
Technik, Gewalt,
Wissenschaft und
totalitärem |
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Wahnsinn genährt. Nun eines
scheint klar, Peenemünde ist
schon längst nicht mehr nur
ein Wallfahrtsort für
Technik- und
Raumfahrtbegeisterte, es ist
ein Ort der Bildung, der
Auseinandersetzung mit der
Geschichte und ein Ort der
Kultur. Durch dieses neue
und offenere Peenemünde ist
BALNEA genau richtig hier -
zumal
Badewesen und
Architektur des Badewesens
spürt man auf der Insel
Usedom allemal. So fanden
Herr Prof. Dr. Herzberger
und Frau Dr. Grötz von der
Universität Ulm bei der
Eröffnung der Ausstellung
auch die rechten Worte, um
dafür zu begeistern, dass
die Darstellungen und Modell
das Ergebnis
wissenschaftlicher
Auseinandersetzung mit der
Thematik sind und nun einem
breiten Publikum nahe
gebracht werden sollen. Als
eines der
meist besuchten
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Museen Deutschlands bietet
das Kraftwerk Peenemünde
sicherlich ideale
Bedingungen dafür. Die
Ausstellung im riesigen
Turbinensaal des Kraftwerkes
zeigt 44 Modell zu sieben
Themen, die die Geschichte
der Badearchitektur bis zum
Ende des 19. Jahrhunderts
darstellen. Eben jene
Architekturgeschichte
verdeutlich eindrucksvoll
den wechselvollen Umgang mit
dem Medium Wasser zur
Körperpflege. Nach den
römischen und orientalischen
Bädern mit ihrer
einzigartigen Architektur
war ein Niedergang des
Badens über Jahrhunderte zu
verzeichnen. Die
Vorstellungen von Schönheit
und Körperpflege hatten
weniger mit dem feuchten
Element als viel mehr mit
trockenem Puder zu tun.
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