„So viel Spaß kann Musik machen“ sagte eine Zuhörerin begeistert nach dem Konzert zu ihrem Begleiter. Den Spaß hatten David Geringas (Violoncello) und Ian Fountain (Klavier) gehabt, und den Konzertbesuchern in der Heringsdorfer Kirche weiter gegeben. Die zweite Zugabe, eine grandiose Parodie auf das Zusammenspiel zweier Musiker (Anatolijus Šenderovas "Idyll, for cello and piano") war ein sehr gelungener Kontrast zu den eher ernsten Stücken des Programmes.
Die Zuhörer in Heringsdorf durften auf höchstem musikalischen Niveau erleben, wie Klavier und Violoncello dank der beiden exzellenten Musiker zu wahren Partnern eines Dialoges wurden, wenn gleich natürlich in allen vier Stücken (Ludwig van Beethoven, Sonate A-Dur op. 69; Gustav Mahler »Kindertotenlieder« (bearb. für Violoncello & Klavier von Viktor Derevianko) ; Vykintas Baltakas »Commentum« für Violoncello & Klavier (deutsche Erstaufführung); Johannes Brahms, Sonate F-Dur op. 99) das Cello kompositorisch führend war und so der Titel des Abend „Wenn eine Cello singt“ mehr als zutreffen war. Besonders gefühlvoll war eben dieser Gesang des Cellos dank David Geringas bei Mahlers »Kindertotenlieder« zu erleben, glaubte man doch manchmal den Hauch des Tones, der durch das so gefühlvolle Miteinander von Bogen und Saiten in die Weite des Kirchenschiffs sich erhob, fast zu spüren.