Es klingt wie ein schlechter Scherz und doch war es am vergangenen Montag (23. August 2010) ein riesiges Glück im Unglück, dass nicht mehr passiert ist oder sogar Menschen zu Schaden gekommen sind. Ein Tornado hatte bei seinem Weg über die Insel Usedom eine ganze Schneise der Verwüstung hinter sich gelassen. Von Lassan auf dem Festland kommend war er über die Peene und das Achterwasser zunächst in Lütow auf der Halbinsel Gnitz aktiv. Auf dem weiteren Weg über das Achterwasser in Richtung Neppermin muss er dann erheblich an Stärke gewonnen haben, wütete auf dem kleinen Zeltplatz in Neppermin, um dann über den Nepperminer See zu fegen und in Richtung Pudagla nach Norden abzuziehen. Die vermutlich heftigsten Schäden hat er angerichtet, als er vom Nepperminer See hinauf in Richtung Pudagla zog. Hier knickte er hunderte Kiefern wie Streichhölzer und wütete in der nahe gelegenen Straußenfarm.
Als wollten sie sich ehrfürchtig verneigen vor der übermächtigen Kraft des Tornados , so stehen und liegen die kleinen Eschen, die neu gepflanzt am Wegesrand standen, von beiden Seiten geneigt in Richtung des Auges des Wirbelsturmes. Die Kraft des riesigen Soges knickte, drehte, köpfte und entwurzelte zahlreiche Erlen am Ufer und hunderte Kiefern bergauf nach Pudagla auf einer 50 Meter breiten und mehreren hundert Metern langen Strecke. Von dort ging der Wirbelsturm weiter in Richtung Ostsee und war noch lange am Horizont zu sehen.
Tornados bzw. Wind-oder Wasserhosen treten auch immer wieder über Deutschland auf und erlangen meist nicht die Ausprägung wie z.B. im mittleren Westen der USA. Im Internet sind die bei uns beobachteten Tornados unter http://www.tornadoliste.de/ beschrieben.
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