Erst wochenlange Hitze mit Trockenheit und Dürre, nun Starkregen mit 70l/Quadratmeter innerhalb kürzester Zeit, das ist der Sommer 2011 auf der Sonneninsel Usedom. Am vergangenen Samstag öffnete der Himmel über der Insel Usedom sein Schleusen. Nachdem die Insel von derartig starken Regenfällen lange verschont gewesen war, die beispielsweise in der Oberlausitz zu erheblichen Überschwemmungen geführt hatten, war es nun doch zu kleineren Überflutungen gekommen. In Trassenheide war der Parkplatz vor dem Supermarkt teilweise bis zu 30 cm mit Wasser geflutet, so dass man Autos nur noch am Rand des Parkplatzes abstellen konnte. Die Regenfälle waren so ergiebig, dass das Wasser aus den Gullideckeln an die Oberfläche schoss und einigen Wohnhäusern gefährlich nahe kam.
In Zinnowitz war die tiefste Stelle der Waldstraße so stark überflutet wie lange nicht. Die Straßen, die vom Kirchberg und vom Glienberg hinab führen, hatten sich in reißende Bäche verwandelt. Im neu gestalteten Park vor der Kulturhausruine hatte sich ein großer See gebildet, aus dem noch zwei Tage später das Wasser nicht vollständig verschwunden war. Der kleine Spielplatz stand unter Wasser, ideale Bedingungen für die Krokodile, die hier seit einigen Monaten leben. Ein Glück nur, dass sie aus Holz und fest im Boden verankert sind. Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis die Parkbänke wieder ohne Gummistiefel zu erreichen sind. Für die kommenden Tage haben die Meteorologen etwas wechselhaftes aber warmes Sommerwetter angesagt.
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