Erneut kam es am unbeschrankten Bahnübergang Damerow bei Koserow zu einem Zusammenstoß zwischen einem PKW und der Usedomer Bäderbahn, heute mit Todesfolge. Ein aus Richtung Swinemünde kommender und nach Züssow fahrender Zug der UBB hatte den PKW, dessen Fahrer vermutlich die herannahende Bahn übersehen hatte, erfasst und rund 100 Meter vor sich her geschoben. Beide Insassen des PKW verstarben noch am Unfallort. Schon mehrfach war es hier in der Nähe der schmalsten Stelle der Insel Usedom zu Zusammenstößen gekommen. Der jetzige Unfall wird die Diskussion der Beschrankung des Überganges wohl erneut entfachen. Nur einige 100 Meter entfernt waren an einem anderen Übergang zum Museum Lüttenort von den Behörden die Gitter, die ein Überqueren der Schienen unmöglich machten und die die UBB aufgestellt hatte, wieder entfernt worden. Das Museum und die Besucher hatten lange darum kämpfen müssen. Für die Museumsbesucher kann man nur hoffen dass der Unfall nicht dazu führt, dass die Kunst erneut hinter Gitter muss. Der Damerower unbeschrankte Übergang ist natürlich recht frequentiert, so dass schon die Frage erlaubt sein muss, warum zwischen Trassenheide und Mölschow beispielsweise ein Feldweg nach Bannemin im Bahnübergangsbereich zweispurig asphaltiert wurde und ein Schrankenanlage für einen gegen Null gehenden Verkehr errichtet wurde. Vermutlich führen Paragraphen, Verordnungen, hier vorhandene und dort fehlende Finanzen zu derartig paradoxen Situationen an ein und derselben Bahnstrecke. Als Außenstehender könnte man sich allerdings auch vorstellen, dass eine Bahn wie die UBB an einer Gefahrenstelle wie der in Damerow einfach im Schritttempo fährt, um sofort effektives Reagieren zu ermöglichen.
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