Überraschend erklärte Dong energy am vergangenen Freitag in Lubmin zwischen den Inseln Usedom und Rügen den Bau eines Steinkolekraftwerkes nicht mehr zu betreiben. Während Umweltschützer jubelten, reagiert die Wirtschaft enttäuscht. Dong energy, einer der bedeutendsten Energieproduzenten hatte mehrfach sein Pläne in Lubmin korrigiert und zuletzt gehofft, mit einem CO2-Abscheidungsprojekt auf mehr Gegenliebe zu stoßen. Das Unternehmen investiert an anderen standorten massiv in Windkraft.
Hier der Text der Erklärung des Unternehmens vom vergangenen Freitag: "Der Aufsichtsrat von DONG Energy hat in seiner heutigen Sitzung den Rückzug von einer weiteren Teilnahme an den Untersuchungen für einen Kraftwerkbau in der Nähe von Greifswald in Norddeutschland beschlossen.
Im November 2006 hatte sich DONG Energy an einer deutschen Gesellschaft beteiligt, die das Vorkaufsrecht an einem Grundstück in der Nähe von Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern hält, ein Grundstück, das sich als Standort eines kohlebefeuerten Kraftwerkes gut eignet. Der mögliche Bau eines Kraftwerkes hängt letztendlich von der Genehmigung der deutschen Behörden ab.
Im Zuge der jüngsten Meldungen der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns ist DONG Energy nicht mehr davon überzeugt, dass das Projekt den erforderlichen politischen Rückhalt genießt. Hinzu kommt, dass sich das Genehmigungsverfahren seit Einreichung des ersten Projektantrages vor drei Jahren, ohne Aussicht auf baldige Klärung, sehr in die Länge gezogen hat.
„DONG Energy ist auf eine enge Kooperation mit der örtlichen Gemeinschaft angewiesen, die wir bedienen. Da wir den Eindruck haben, dass das Projekt bei der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns die erforderliche politische Unterstützung nicht findet, ziehen wir die entsprechenden Konsequenzen. Deshalb haben wir die Einstellung unserer Projektteilnahme beschlossen, um uns fortan vollends auf andere geplante Investmentprojekte konzentrieren zu können“, so der geschäftsführende Direktor Anders Eldrup."