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Geringas Meisterklasse verabschiedet sich mit Konzert von Usedom ...
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04. Oktober 2009, Stolpe
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Langsam wird es etwas kühl auf der Sonneninsel, der Herbst und die ersten Stürme scheinen nicht mehr weit, im Foyer von Schloss Stolpe knistert das Kaminfeuer, und eine angenehme Wäre macht sich breit im Schloss. Die Schülerinnen des Violoncellomeisterkurses von David Geringas werden den Besuchern des 16. Usedomer Musikfestivals noch einmal zu Gehör bringen, mit welch einfühlsamer Brillanz sie musizieren. Die Zuhörer im Saal des Schlosses sind erwartungsvoll und voller Vorfreude auf das Abschlusskonzert. Eine Woche Unterricht und gemeinsames Üben im inspirierenden Ambiente des Schlosses und der Abgeschiedenheit des Dorfes Stolpe liegen hinter Geringas und seinen Schülerinnen.
Anna-Lena Perenthaler aus Frankfurt a. M. eröffnet den Reigen der Meisterschülerinnen mit ihrer zarten und gefühlvollen Interpretation des 1. Satzes von Joseph Haydns Konzert für Violoncello Nr. 1 C-Dur, begleitet von Keiko Tamura (Klavier) aus Tokio.
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Ruiko Matsumoto (Sapporo) mit ihrer dramatisch vorgetragenen Suite für Cello von Gaspar Cassado und Ruodi Li (Peking) mit zwei Sätzen aus Sergej Prokofjews Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur op.119 folgen und begeistern die Zuhörer gleichermaßen. Lustig beginnend geht das Stück ins Tragische über und wird auf eindrucksvolle Art von Ruodi Li gespielt. Bemerkenswert auch der sehr gelungene Dialog zwischen Cello und Klavier (Keiko Tamura). |
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| Die traurig einfühlsam beginnende und kraftvoll endende Interpretation Martinus "Variationen über ein Thema von Rossini für Violoncello und Klavier" von Soyun Kim aus Seoul begleitet die Zuschauer auf dem Weg in die Konzertpause. |
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Nach der Pause, zwei Sätze aus der Sonate für Cello und Klavier Opus 40 d-moll von Schostakowitsch, vorgetragen von Missa Kang ebenfalls aus Seoul, gefolgt von der emotionsgeladenen Interpretation der ersten beiden Sätze von Ludwig van Beethovens "Sonate für Klavier und Violoncello Nr. 4 C-Dur Opus 102-1 durch die bezaubernde Seungmin Kang aus Seoul. |
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Den krönenden Abschluss des Konzertes bildete das gemeinsame Spiel von Meister-schülerinnen und Meister selbst. Es begann mit einer Bearbeitung für ein Cello-Ensemble von Anatolijus Šenderovas, (diesjähriger Composer in residence des Usedomer Musikfestivals) aus der Cantate "Moskau" von Peter Iljitsch Tschaikowski und Geringas selbst sagte zuvor einige Worte zu dem Stück, das im kommenden Jahr für 1000 Celli in Tokio seine Uraufführung erleben soll und nun schon mal "im kleinen Kreis" erklingen darf.
Danach "Con amore", ebenfalls von Anatolijus Šenderovas. Beide Stücke begeisterten nicht nur das Publikum. Geringas und seine Meisterschülerinnen hatte Freude am Spiel und man konnte den Schülerinnen neben der Freude auch den Stolz ansehen, einen so großartigen Abschluss einer arbeitsreichen Woche gestalten zu dürfen.
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Text und Fotos: Gründling |
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