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26. September 2009, Mölschow
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Gar nicht familiär war das diesjährige Preisträgerkonzert „Jugend musiziert“ beim Usedomer Musikfestival 2009. Weit mehr als die Familien der jungen Preisträger hatten den Weg in die Mölschower Kulturscheune gefunden. Und recht hatten Sie getan, denn was hier geboten wurde war nicht nur abwechslungsreich, es zeugte auch vom großen Können der jungen Künstler. Die Förderung Jugendlicher hat sich zu einem ganz besonderen Schwerpunkt des Festivals auf der Insel Usedom herausgebildet. Beispiele gibt es genug. Neben dem Preisträgerkonzert gibt es Schulprojekte, Workshops in den Musikschulen, Geringas Meisterschülerklasse in Stolpe und natürlich das Baltic Youth Philharmonic. Die Achterkerke Stiftung von der Insel Usedom, die sich der Förderung begabter Kinder aus einkommensschwachen Familien oder mit allein erziehenden Eltern auf den Gebieten Bildung, Musik und Sport verschrieben hat, unterstütze die Veranstaltung auf dem Kulturhof in Mölschow.
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Wilhelm Szigat aus Karlshagen eröffnete mit dem Spiel auf seiner Konzertgitarre den Reigen der jungen Künstler. Es erklangen Variationen über ein Thema von Georg Friedrich Händel von Mauro Giulian und der junge Insulaner ließ keinen Zweifel daran, dass er in diesem Jahr zu Recht beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Essen mit „sehr gutem Erfolg“ abschloss. |
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Elias Rörig war mit seinen neun Jahren der jüngste Künstler des Nachmittags. Das Publikum war begeistert, als es den jungen Pianisten mit Ludwig van Beethovens Sonatine F-Dur erleben durfte. |
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Christoph Lewke (Saxophon) begleitet von Jörn Backhaus am Klavier. |
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Maxi Sophie Mäder brachte mit ihrer klaren hellen Stimme, begleitet von Gerda Czoske am Klavier die Zuhörer zum träumen. |
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Erst zwei Jahre spielt Felix Reimann Horn. Kaum zu glauben welche Perfektion er in dieser kurzen Zeit bereits erreicht hat. |
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Die zarten Gitarrenklänge von Nora Talesia Matz faszinierten das Publikum nach der Pause. Mit „Choro“ von Joao Pernambuco und Andantino von Napoleon Coste überzeugte die 16-jährige, die vor 2 Tagen Geburtstag hatte und von den Zuhöreren gleich ein Geburtstagsständchen bekam. Die feinen Klänge der Gitarre verzauberten, und es war eine Leichtigkeit sich fallen zu lassen und eine wunderschöne junge Frau barfuß in einem weißen langen Sommerkleid über eine Blumenwiese tanzen zu sehen, eine weiße Rose im dunkel glänzenden Haar … |
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Paul Nürenberg (Violine) und Martin Kornejew (Klavier) aus Greifswald brachten Mozart zu Gehör. |
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Und Mozart war es dann auch, der den Gesang auf die Bühne der Kulturscheune brachte. Andine Roth, begleitet von Ferdinand Malcher am Klavier sowie Friederike Bieber und Franziska Hiller begeisterten nicht nur durch Ihre Sopranstimmen, sie zeigten dem Publikum, dass Gesang neben der Stimme mehr bedeutet, nämlich Schauspiel, Mimik und Gestik. Wir werden vermutlich schon bald in den Opern- und Musicalhäusern von den drei Damen hören. |
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Den Nachmittag beschloss Christoper Siebert aus Wolgast mit seinem Akkordeon. Und wer sich zuvor fragte wie Klassik und Akkordeon zusammen passen, der erlebte mit Stücke „3-3-2“ eine wahre Lektion. Christopher Siebert brachte mit seiner Interpretation die Zuhörer zu dem wohl längsten Applaus des Nachmittags und das wohl nicht, weil er das interessante Programm beschloss. |
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