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"Sympathische Norwegerin in Mellenthin ..."

     
 

"Thema mit Variationen":  Die berühmte Ciaccona von Johann Sebastian Bach wurde von der Norwegischen Geigerin Kari Rønnekleiv in einem eindrucksvollen Konzert in der Kirche zu Mellenthin im Rahmen des Usedomer Musikfestivals der Ciaccona von Ole-Henrik Moe gegenüberstellt. Pfarrer Kymmel fand die passenden einleitenden Gedanken und endete mit den Worten: "Ich würde mich freuen, wenn Sie nicht frieren" - die alte Mellenthiner Kirche ist nicht beheizbar. Etwas fröstelten die Zuschauer dann doch, als die sympathische Norwegerin Kari Rønnekleiv im schwarzen Abendkleid die Kirche betrat. Bei der nun folgenden Musik allerdings verflog die Kühle und zunächst erklang die zweite Partita in d-Moll von Johann Sebastian Bach.

     

Das Stück schließt mit einer Ciaccona, einem Variations-zyklus über stets gleichbleiben-dem Bass. Bach lässt die Violine zu einem vielstimmigen Spiel erklingen, baut Akkorde, lässt ein langen ruhigen Abschnitt in D-Dur folgen, der immer klangvoller wird um in dramatischen Moll-Variationen zu enden. Kari Rønnekleiv ist seit 1988 Mitglied der Trondheim Soloists und unternahm als Solistin und Kammermusikerin etliche Tourneen nach Japan, Großbritannien und in die Niederlande. Sie begeisterte das Usedomer Publikum mit der einfühlsamen Darbietung der mehrstimmigen Bachkomposi-tion. Es wirkte wie eine wundersame Inszenierung, als im langsamen Mittelteil der Ciaccona zögerlich schwebend der seidene Faden einer Spinnwebe durch das Schein-werferlicht den Weg zur Violine sich suchte, um dann genauso unmerklich zu verschwinden wie er gekommen war und hinauf stieg in das Dunkel des Kirchenschiffes...

 
 

In der Pause nutzten viel Besucher die Möglichkeit von Pfarrer Kymmel etwas zum Mellenthiner Gotteshaus und seiner langen und interessanten Geschichte zu erfahren. Dann wurden die langen Notenblätter der zweiten Ciaccona  von Ole-Henrik Moe herein getragen und man ahnte bereits, dass eine ganz besondere deutsche Erstaufführung unmittelbar bevor stand. Die Künstlerin sagte ein paar Worte zur Entstehungsgeschichte des Stückes das Ole-Henrik Moe, der Ehemann von Kari Rønnekleiv für seinen Lehrer dem Komponisten und Mathematiker Iannis Xenakis schrieb. Und sie beendete ihre Einführung mit den Worten: "alle diese Stücke werden klingen nicht wie eine Violine."

 
 
 

Und so beginnt die Ciaccona mit lauten Klängen, die dem eisigen Heulen des Sturmes zwischen den schneebedeckten Bergen Norwegens ähnelten und mit geschlossenen Augen sieht man den Schneesturm, der durch die Berge tobte. Kari Rønnekleiv wandert vorbei an ihren riesigen Notenblättern mit ihrer Violine, die nicht klingt wie eine Violine, die schreit und kämpft und dann wieder klagt, säuselt und flüstert - ein Klangerlebnis der ganz besonderen Art. In der Mitte des Stückes werden die Töne, ähnlich wie in der Bachschen Ciaccona  leiser und leiser, schwebend, so dass einem das eigene Atmen zu viel erscheint an Störung für diese zarten und wunderbaren Töne - die ganze Kirche ist von Stille und einem leisen Säuseln erfüllt, das letztlich wieder an Kraft gewinnt um heftig und voll zu enden. Der Beifall ist groß, Juuhh- und Bravorufe erklingen, die Künstlerin dankt es mit einem bescheidenen ja fast ergebenen Lächeln - genauso großartig wie der Konzertabend, den sie uns gegeben hat.

 
 


Das ganze Programm mit Kartenbestellschein können Sie hier auch als pdf-Datei auf den Seiten des Usedomer Musikfestivals herunterladen (PDF 1,3 MB)
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Tel: 03 83 78 - 3 46 47      
Fax: 03 83 78 - 3 46 48

Kulmstraße 33, D-17424 Seebad Heringsdorf
Postfach 1129, D-17420 Seebad Heringsdorf

www.usedomer-musikfestival.de

 

 
     
 
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