Irgendwie beseelt verlässt man das Konzert von Giora Feidman (Klarinette) und Matthias Eisenberg (Orgel), erfüllt mit Freude, Ruhe und Zuversicht. Begeisterung unter den Zuschauern im ausverkauften Konzert in der Zinnowitzer Kirche. Da schreitet eben jener Feidmann durch das Kirchenschiff, seiner Klarinette so zarte, tanzende Töne entlockend, dass man die berühmte Stecknadel hätte zu Boden fallen gehört. Dazu die leise, wie gewaltige Stimme der Orgel, gespielt von keinem geringeren als Matthias Eisenberg. Zubin Metha sagte über den Meister der Klarinette: "Feidmann ist unvergleichlich. Er ist im Stande, seiner Klarinette Töne zu entlocken, die auch die letzten Zuhörer von seiner Botschaft überzeugen." Und genau das ist ihm gelungen in der Zinnowitzer Kirche. Seine Worte "Ich spiele Klarinette, um meine Gefühle mit den Menschen zu teilen" waren allgegenwärtig, und Freude erfüllte das Gotteshaus, unendliche Freude als zum Spiel seiner Klarinette die Zuschauer leise summten ... Frieden, das Miteinander der Religionen "Frieden ist natürlich, Krieg ist unnatürlich, Krieg ist Business" und so gab es zum Ende eine Komposition, die Töne aus Deutschland, Israel und Palästina in überzeugender Harmonie vereinte - ein schöne Vision, für die es sich lohnt zu leben - Schalom.