Als eine gemeinsame Initiative des Usedomer Musikfestivals und der Nord Stream AG wurde das Baltic Youth Philharmonic 2008 gegründet. Etwa 80 hochbegabte Musikstudenten aus allen 10 Ostseenationen formierten sich am 10. Juli 2009 in Tartu (Estland) zum Baltic Youth Philharmonic 2009. Nun haben die Proben für das einzigartige Unterfangen in Tartu begonnen (s. Fotos von Anna-Lena Rodewald). Unter der Leitung von Kristjan Järvi startet das Baltic Youth Philharmonic in die zweite Saison. Zusätzlich betreuen acht Dozenten eine Woche lang die einzelnen Registerproben. Nach der Probenphase gibt das Baltic Youth Philharmonic mit Kristjan Järvi und dem Pianisten Peter Jablonski sieben Konzerte in Estland, Finnland, Litauen, Dänemark und Deutschland, darunter drei Musikfestivaleröffnungen (Glasperlenspiel Musikfestival, Tartu, Estland, 16.07.2009; Musikfest Bremen, Deutschland, 22.08.2009; Usedomer Musikfestival, Deutschland, 19.09.2009). Wie Franziska Franke, Pressesprecherin des Usedomer Musikfestivals aus Tartu berichtet, herrscht bei den Proben eine fantastische Atmosphäre unter den hoch motivierten jungen MusikerInnen. Alle freuen sich auf eine aufregende Konzerttournee, die am 16.07.2009 mit der Eröffnung des Glasperlenspiel Musikfestivals in Estland beginnen wird. Bis dahin aber wird noch intensiv geprobt, und die Zeit werden die jungen MusikerInnen natürlich auch für einen intensiven Austausch von Gedanken und Erfahrungen nutzen.
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Programmatisch spannt das Baltic Youth Philharmonic einen Bogen von der Klassik zur zeitgenössischen Musik. Im Mittelpunkt des anspruchsvollen Programmes steht das Solokonzert op. 61 von Ludwig van Beethoven. Das eher als Violinkonzert bekannte Werk erklingt in einer vom Komponisten selbst verfassten Version für Klavier und Orchester. Der einflussreichste zeitgenössische Komponist Litauens, Anatolijus Šenderovas, schuf zu diesem Werk eigens für das Baltic Youth Philharmonic vier Kadenzen, die Solist und Orchester miteinander vereinen. Außerdem stehen die 1. Sinfonie von Johannes Brahms, alternierend die 5. Sinfonie von Peter I. Tschaikowsky sowie die Ouvertüre Die schöne Melusine von Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. |