Nachdem das Amt Usedom-Süd die Usedomer Bäderbahn mit einer so genannten Beseitigungsanordnung aufgefordert hat, die Gitter an der Zufahrt zum Museum „Gedenkatelier Otto Niemeyer-Holstein“ sowie zum Seglerhafen in Lüttenort zu entfernen, dürfte der Streit in eine neue Runde gehen. Seit Monaten gibt es Auseinandersetzungen auf verschiedenster Ebene um den versperrten Zugang (wir berichteten: Bahnsinn! Kunst hinter Gittern ...). Nachdem alle anderen Lösungsversuche gescheitert waren, so Hauptamtsleiter René Bergmann gegenüber insel-usedom.net wurde die UBB durch eine Beseitigungsanordnung aufgefordert die Gitter zu entfernen. Vor einiger Zeit wurde die totale Zugangsverweigerung durch ein Drängelgitter für Fußgänger und Radfahrer gemildert. Das Amt sieht jedoch eine unveränderte Störung des Betriebes öffentlicher Einrichtungen. So ist z.B. auch die Zufahrt für Rettungsdienste beachtlich behindert. Bergmann verwies darauf, dass man ganz bewusst eine Trennung der Problematik vom laufenden Planfeststellungsverfahren für eine neue Zufahrt parallel zur Bahnlinie angestrebt habe. UBB-Geschäftsführer Jörgen Boße sagte auf Nachfrage am Telefon gegenüber insel-usedom.net, dass es keine offizielle Stellungnahme der UBB zur Beseitigungsanordnung geben wird. Er bestätigte, dass man einen gerichtlichen Weg dagegen beschreiten werde. Das bedeutet im Klartext, dass die peinliche Auseinandersetzung nun wohl in eine neue Runde gehen dürfte. Nur ein Widerspruch gegen die Beseitigungsanordnung beim zuständigen Verwaltungsgericht kann eine aufschiebende Wirkung gegen den sofortigen Vollzug der Anordnung des Amtes erwirken.
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