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Ostpreussen. Ein fernes Land ...
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Die Usedomer Literaturtage begannen im Bansiner Haus des Gastes mit einem Blick nach Ostpreußen. Frau Dr. Doris Lemmermeier vom Deutschen Kulturforum östliches Europa freute sich gemeinsam mit Thomas Hummel, dem Intendanten des Usedomer Musikfestivals und Frau Dr. Lehmann von den Kaiserbädern, dass neben der Musik und der Malerei nun auf Usedom auch die Literatur noch lebendiger wird. Mit Kazimierz Brakoniecki, einem der bedeutendsten Lyriker Polens, Winfried Lipscher, jahrelang an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig, Andreas Kossert, Historiker am Deutschen Historischen Institut in Warschau und Klaus Bednarz, ehemaliger Auslandskorrespondent der ARD in Polen und Russland, waren vier Kenner Ostpreußens und gleichermaßen Schwärmer für dieses besondere Land auf dem Podium.
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Europa besteht aus einem Netz von Resentiments ...
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Woran liegt es, dass dieses Ostpreußen so fasziniert, so interessiert, fragt Klaus Bednarz und findet zusammen mit Brakoniecki, Kossert und Lipscher die Antworten - glaubwürdig für das Publikum. Es ist die besondere Geschichte dieses Einwandererlandes, sein Getrenntwerden der Nebeginnen und das Weiterführen. Es ist die wunderbare Natur, es sind die Völker, die hier gemeinsam lebten - immer schon, die Polen, die Deutschen, die Russen, die Letten, die Juden ...
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Und natürlich gelangt die Diskussion in unser heutiges Europa, auch zu dem Verhältnis zwischen Polen und Deutschen, das schon einmal besser war und es wird recht klar, warum Polen eine Frau Steinbach nicht anerkennen können und ein Vertriebenenzentrum daher das Deutsch-Polnische Verhältnis belastet. Und deutlich wird auch, dass die einfachen Menschen sich oft besser als die Politiker verstehen, weil sie wohl weniger berechnend sind. Und dann ist da diese neue Generation, die anders denkt, die mehr aufeinander zugeht, weil sie das Leid von Krieg und Vertreibung nur aus den Geschichtsbüchern kennt und die deshalb anders denken, reflektieren, analysieren, fühlen kann...
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In den 70-ern traute sich Bednarz nicht, auf der Strasse in Warschau deutsch mit seiner Tochter zu sprechen, denn es schmerzte die Polen noch immer, doch heute deutsch zu sprechen in Polen, schmerzt nicht mehr, dass macht Hoffnung ..
Die Literatur und so auch diese Usedomer Literaturtage sind ein gutes Mittel gegen derartige Schmerzen.
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Text: MG |
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