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1945
Vom sowjetischen Ortskommandanten wird der
Zinnowitzer Hans Krabbenhöft zum kommissarischen
Bürgermeister ernannt.
1945
Am 6. Oktober zieht die polnische Verwaltung in
Swinemünde ein. Die Stadt mit 90,8 km² unserer Insel
wird polnisches Staatsgebiet. Der Sitz der Verwaltung
für die Insel Usedom wird später in Ahlbeck
eingerichtet (bis 1952).
1946
Aus der Tschechoslowakei und Polen ausgewiesene
deutsche werden zunächst im Eisenbahner –Waisenhort
zur Quarantäne untergebracht. Der Bildhauer Hans Kies
wird zum Bürgermeister von Zinnowitz gewählt.
1947
Die ersten Feriengäste kommen wieder nach
Zinnowitz. Hotels und Pensionen nehmen ihren Betrieb
wieder auf. . Der Gewerkschaftsbund in der
sowjetischen Besatzungszone (FDGB) bildet seinen
Feriendienst. Es werden vertragliche Vereinbarungen
zwischen dem Feriendienst und den Hotelbesitzern
geschlossen. Die Eigentümer des Hotels „Peußenhof“
verkaufen das Haus an die Bergarbeitergewerkschaft
Sachsen-Anhalt. Es erhält den Namen „Glück auf“ und
wird Ferienheim für Bergarbeiter und ihre Familien.
Richters Hotel wird durch seinen Besitzer an die
Gewerkschaft der Eisenbahner verkauft.
1949
Gründung der DDR als zweiter deutscher Staat
neben der Bundesrepublik Deutschland.
1950
Das Warmbad ist wieder eröffnet. 20000
Badegäste. Die Wolgaster Peenebrücke ist nach
20-monatiger Bauzeit wieder hergestellt. 21.4.1950
Gesetz zum Schutz des innerdeutschen Handels
(Grundlage der „Aktion Rose“) Bürgermeister Werner
Rieck
1951
Zinnowitz feiert den 100. Geburtstag als
Seebad. Bürgermeister Ernst Janzen.
1952
Verwaltungsreform in der DDR. Die 5
Landesregierungen werden aufgelöst. An ihre Stelle
treten staatliche Verwaltungsbezirke, die direkt der
Regierung der DDR unterstellt sind. Der gesamte
Staatsaufbau der DDR ist streng zentralisiert. Der
bisherige Kreis Usedom mit Ahlbeck als Sitz der
Kreisverwaltung wird aufgelöst und am 29.7.1952 der
Kreis Wolgast gebildet, dazu gehört auch die Insel
Usedom. Gründung des Segelsportvereins, erster
Vereinsvorsitzender ist Wilhelm Hohenhaus.
1953
Unter dem Codewort „Aktion Rose“ werden in der
Zeit vom 10.2. bis 1.3.1953 711 Hotels, Pensionen und
gewerbliche Übernachtungsstätten von der Polizei
durchsucht. Wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen
werden 447 Personen festgenommen, 440 Hotels und
Pensionen 181 Gaststätten, Wohnhäuser und Grundstücke
in der DDR beschlagnahmt. Die Einrichtungen werden
später vielfach in Volkseigentum überführt. Die
enteigneten oder beschlagnahmten Objekte werden zum
Aufbau des gewerkschaftlichen Feriendienstes genutzt.
In Zinnowitz trifft es unter anderem Schwabes Hotel,
Familie Dillner, Hotel Glienberg, Familie Schweigert,
die Bierbrauerei, Familie Karius, den Kohlenhändler
Gustav Wolff, den Bauern Paul Schulz, Hotel zur
Ostsee, Familie Jahnke Hotel Sanssouci, Familie
Engelbrecht. Der Feriendienst der SDAG Wismut
übernimmt einen großen Teil der Hotels und Pensionen
in Zinnowitz. Dank weitreichender Privilegien und
Vorteile wird ein hohes Niveau der Urlauberbetreuung
erreicht. Zinnowitz ist vorrangig Seebad der
Bergarbeiter. Der Feriendienst errichtet in Zinnowitz
eine Freilichtbühne mit 2000 Sitzplätzen für
kulturelle und sportliche Veranstaltungen (Waldbühne,
heute Ostseebühne). Die Anlage der Tennisplätze wird
erweitert und bietet ausgezeichnete Bedingungen für
internationale Tennisturniere. Bürgermeister Heinz
Hornemann
1954
bis 1956 Bau des Kulturhauses „Deutsch-Sowjetische-Freundschaft“.
Es entsteht in 2-jähriger Arbeit eine beispielhafte
Kulturstätte mit einem Theatersaal, einem Tanzcafe,
einer großen Bibliothek mit Leseräumen, einer
Großküche und einem Speisesaal.
1956
In Zinnowitz wird die erste zentrale
Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
übergeben, die in den Folgejahren erweitert werden.
18.5.1956 Anordnung zur Regelung des Freibadewesens
durch ein Gesetzblatt der DDR
1957
Bürgermeister Rudi Glasow
1958
Das erste neu erbaute Ferienheim des
Wismut-Feriendienstes (Ernst Thälmann-Heim) wird
eingeweiht.
1958
Der Eisenbahner-Waisenhort wird als
Kinderkurheim „Erich- Steinfurth“ eine Einrichtung des
staatlichen Gesundheitswesens. Ab 1964 erfolgt die
planmäßige Umgestaltung in ein Kindersanatorium, die
1967 abgeschlossen ist. Bürgermeister Alfred Wormut
1959
Bürgermeister Rudi Glasow
1960
Bürgermeister Willi Riebort
1962
Im Dannweg entsteht im Rahmen des Nationalen
Aufbauwerkes (NAW) eine Schule, bestehend aus 3
Gebäuden. Die Bauzeit beträgt ca. 1 ½ Jahre.
1963
Der Deutsche Turn- und Sportbund (DTSB)
errichtet eine Sportschule mit modernen
Trainingsanlagen zur Vorbereitung von Spitzensportlern
auf internationale Wettkämpfe. Ergänzt wird die Anlage
durch ein Hotel.
1964
Schulneubau. Es entsteht das Gebäude der
10-klassigen polytechnischen Oberschule (Typenbau in
Großplattenbauweise)
1965
Bürgermeister Alfred Buchholz
1968
Am 6.Juli feierliche Umbenennung der Waldstraße in
Johannes-ter Morsche-Straße
1970 bis 1975
Umfangreiche Bautätigkeit durch den Feriendienst der
IG Wismut: das neue Verwaltungsgebäude des
Feriendienstes, das neue Gebäude des Wismut-
Betriebsambulatorium, 4 Wohnblöcke mit 48
Betrieswohnungen, ein großer Wohnblock mit
Appartements für Betriebsangehörige und einem
Lehrlingsinternat, Das Kohleheizwerk mit den Anlagen
zur Versorgung der Gebäude des Feriendienstes, der
Betriebswohnungen und öffentlichen Einrichtungen mit
Fernwärme.
1972
Endgültiger Abriss der Strandhalle (Konzert-
und Lesehalle)
1975
Der Feriendienst der IG Wismut errichtet am
Erlengrund einen Wohnblock mit 45 Betriebswohnungen.
1975
Grundsteinlegung für das größte Ferienobjekt
der IG Wismut, das Ferienheim „Roter Oktober“ (heute „Baltic“).
Fast gleichzeitig entstehen 3 Wohnblöcke in der
Dünenstraße für die Unterbringung der Bauarbeiter,
später genutzt als Personalwohnheime.
1976
Zinnowitz begeht den 125. Jahrestag der
Seebadgründung.
1976
am 3. Juli erhält Zinnowitz den Titel „Staatlich
anerkannter Erholungsort“
1977
Das Ferienheim „Roter Oktober“ ist
fertiggestellt.
1980
Grundsteinlegung für das Meereswasserhallenbad.
1980
Beginn des staatlichen Wohnungsbaues am
Erlengrund mit insgesamt 150 Wohnungen in 3
Wohnblöcken.
1981
Mit der Fertigstellung von 3 Wohnblöcken haben
über 500 Einwohner der Gemeinde Zinnowitz neue
ferngeheizte Wohnungen erhalten.
1982
Eröffnung des Meereswasserhallenbades. Das Bad
steht der Öffentlichkeit zur Verfügung und wird für
den Schwimmunterricht der Schüler des Kreises Wolgast
bereit gestellt.
1983
Bürgermeister Klaus- Peter Koßmehl
1987
Das Kulturhaus wird wegen planmäßiger
Sanierungsarbeiten geschlossen und soll zum „Tag des
Bergmanns“ 1992 wieder eröffnet werden.
1988
4117 Einwohner
1989
Politische Wende. 83429 Gäste mit einer
durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 12,68 Tagen
und 5694 Kurgäste des FDGB-Feriendienstes, die
durchschnittlich 20,89 Tage in Zinnowitz blieben.
Bettenkapazität des Ortes 6803 und 1250 Stellplätze
Camping
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