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Die Historische
Gesellschaft zu Seebad Zinnowitz auf Usedom e.V. plant ein
Modell des Seitenraddampfers Freia zu bauen und
bittet um Fotos, Material, Berichte, Zeichnungen und
Unterstützung. Kontakt:
gruendli@uni-greifswald.de |
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Der Salon-Schnelldampfer Freia lief am
20 Mai 1885 als Bau Nr. 44 der Hamburger Werft Blohm & Voss
vom Stapel. Den Spitznamen "Blohm-Wisel" hatte sie nicht zu
unrecht bekommen, denn das Schiff lief für damalige Zeiten
einzigartigen 16 Knoten, auch das elektische Licht an Bord
war damals noch sensationell. 1884 bei Blohm & Voss in
Auftrag gegeben, wurde die Freia mit 683 Brutoregistertonnen
und 71,91 m vermessen. Die Auftraggeber mußten aus
finanziellen Gründen stornieren und so wurde der Raddampfer
zum "Spekulationsbau". Blohm & Voss stellte die Freia auf
eigene Rechnung fertig und setzte das Schiff selbst ein. Die
Jungferfahrt am 18. Juli 1885 ging nach Helgoland. Bald
schon fuhr die Freia Passagiere von Hamburg nach Helgoland,
Wyk und Föhr.
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Nach 3 Jahren Hamburg - Helgoland und im Winter
Fährverkehr zwischen Dover und Ostende bzw.
Liniendienst an der Reviera kaufte der damals noch
unbekannte Albert Ballin, späterer Generaldirektor der
HAPAG, der später größten Reederei der Welt die Freia.
Mit dem Erwerb der Freia war Ballin erstmals zum
Reeder geworden (Ballins Dampfschiffs-Gesellschaft
Hamburg). Er kaufte als 2. Schiff den Seitenraddampfer
Cuxhafen hinzu, übernahm sich aber damit, so dass er
die Freia 1890 der Stettiner Reederei Braeunlich
für den Einsatz im aufstrebenden Seebädertourismus
Vorpommern verkaufte. Durch einbringen der Cuxhafen
kam es schließlich zur Gründung der "Stettiner
Seebäder-Reederei Ballin & Braeunlich" Doch mit dem
Totalverlust der Cuxhaven und drei Todesopfern am 27.
Juli 1891, als das Schiff auf dem Vinetariff bei
Zinnowitz strandete war die kurze Zusammenarbeit von
Braeunlich und Ballin beendet. Letzterer ging nach
Hamburg zurück und sollte schon bald zum einem der
bedeutendsten Reeder weltweit werden. Ab 1896
schließlich fuhr die Freia bis sie 1929 zum Abwracken
nach Holland verkauft wurde für Braeunlich.
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Nach Umbau
und mit einer Passagierkapazität von 780 sowie 18 Mann
Besatzung wurde das Schiff schnell zu einem der
bekanntesten Schiffe der Reederei. Lange Zeit war der
Seitenraddampfer mit dem leicht nach hinten geneigten
Schornstein beliebter Ausflugsdampfer an den
Seebrücken Usedoms und Rügens. Besondere Ehre wurde
der eleganten Dame zu Teil, als sie bei stürmischer
See eine Testfahrt am 3. Juni 1891zwischen Sassnitz
und Trelleborg durchführte. Danach wurde der Entschluß
zur Schaffung einer Postdampferlinie zwischen Sassnitz
und Trelleborg gefasst. Als 6 Jahre später 1897
endlich die Postdampferverbindung eröffnet wurde, war
der eigens dafür gebaute Imperator noch nicht fertig
und keine geringere als die Freia sprang ein. Sie
brachte am 29. April 1897 die schwedischen Ehrengäste
von Trelleborg nach Sassnitz. Nach den
Eröffnungsfeierlichkeiten fuhr die Gesellschaft an
Bord des schwedischen Postdampers Rex am 30. April
1897 von Sassnitz nach Trelleborg - eine der
bedeutendsten Schiffsverbindungen zwischen
Zentraleuropa und Skandinavien war eröffnet. |
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Wer
Fotos, Berichte, Zeichnungen,
Baupläne der Freia
besitzt, wir herzlich gebeten mit der Historischen
Gesellschaft zu Seebad Zinnowitz auf Usedom e.V. Kontakt
aufzunehmen. Jede Kopie, jede Einzelheit sind uns
wichtig, da ein möglichst genaues Modell der Freia
gebaut werden soll. Kontakt:
gruendli@uni-greifswald.de
Matthias Gründling, Kiefernweg 26, 17449 Trassenheide. |
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